Magnetfilter · Magnetstäbe
Magnetfilter für Industrieanlagen
Manche Verunreinigung hält kein Sieb zurück: Magnetit aus dem Heizkreislauf, feiner Abrieb aus Pumpen und Lagern, Metallstaub aus der Bearbeitung. Diese Partikel sind kleiner als jede sinnvolle Maschenweite – aber sie sind magnetisch.
Deshalb kommen Magnetstäbe in den Filtereinsatz. Sie ziehen an, was das Gewebe passieren lässt, und werden beim Reinigen einfach mit abgestreift. Aus dem Filter wird damit ein Magnetfilter – ohne dass sich am Gehäuse etwas ändert.
ISO 9001 · TÜV-Schweißbetrieb AD2000-HP0 · DGRL 2014/68/EU
Warum ein Sieb hier nicht reicht
Magnetit ist feiner als jede Masche
In Heiz- und Kühlkreisläufen bildet sich Magnetit – schwarzer Eisenoxidschlamm aus der Korrosion der Rohrleitungen. Die Partikel liegen weit unter dem Bereich, in dem ein Drahtgewebe noch sinnvoll arbeitet. Ein feineres Sieb würde sich zusetzen, bevor es wirkt.
Dasselbe gilt für Abrieb aus Gleitlagern, Späne aus der Bearbeitung und Metallstaub. Was zu klein zum Sieben ist, aber magnetisch – dafür ist der Magnetstab da. Er arbeitet nicht über den Querschnitt, sondern über die Anziehung, und erzeugt deshalb keinen zusätzlichen Druckverlust.
- Magnetit und Eisenoxidschlamm aus Heizkreisläufen
- Abrieb aus Pumpen, Lagern und Dichtungen
- Späne und Metallstaub aus der Bearbeitung
- Zunder nach Schweißarbeiten und beim Anfahren
Aufbau
Ein Stab aus Edelstahl, magnetisch von innen
Der Magnetstab ist ein geschlossenes Edelstahlrohr, in dem die Magnete sitzen. Nach außen ist er glatt und beständig, innen trägt er die Kraft. Das macht ihn abwaschbar und für alle Medien geeignet, die auch der Filter selbst verträgt.
Eingehängt wird er in den Siebkorb – gehalten von einem Bügel oder einer Aufnahme, die mit dem Einsatz gefertigt wird. Beim Reinigen kommt der Stab mit dem Korb heraus; der angezogene Schlamm wird abgestreift, dann geht beides zurück ins Gehäuse.
In welchem Filter
Magnetstäbe passen in jede unserer Bauarten
Weil der Stab in den Filtereinsatz kommt und nicht ins Gehäuse, ist die Bauart zweitrangig. Wie viele Stäbe hineinpassen, entscheidet die Nennweite: in kleinen Größen einer, ab mittleren zwei und mehr.
Im Siebkorbfilter
Die häufigste Kombination. Der Korb bietet Platz für mehrere Stäbe, und weil der Siebkorbfilter ohnehin regelmäßig geöffnet wird, fällt das Abstreifen nicht zusätzlich ins Gewicht.
Im Einfach- und Doppelfilter
Im schlanken Korb des Einfachfilters stehen die Stäbe senkrecht nebeneinander. Beim Doppelfilter wird jede Kammer bestückt – gereinigt wird dann im laufenden Betrieb.
Im Topfschmutzfänger und Y-Filter
Auch in den kleinen Bauarten möglich, dort meist mit einem Stab. Bei beengten Einbausituationen ist das oft der einzige Weg, magnetische Partikel überhaupt herauszubekommen.
Zu den Bauarten: Siebkorbfilter Typ SKF → · Einfachfilter Typ EF → · Doppelfilter Typ DF → · Topfschmutzfänger Typ PSA →
Nachrüsten
Auch an einem Filter, der schon läuft
Wer feststellt, dass sich hinter dem Filter schwarzer Schlamm absetzt, braucht deshalb keinen neuen Filter. In den meisten Fällen genügt ein neuer Siebeinsatz mit Aufnahme für Magnetstäbe – das Gehäuse bleibt, wie es ist.
Wir fertigen solche Einsätze nach Maß, auch für Filter, die nicht von uns stammen. Nötig sind die Maße des vorhandenen Korbs: Außendurchmesser, Höhe, Ausführung des Randes und die Maschenweite. Ein Foto hilft, die Bauform und den vorhandenen Platz zu erkennen.
- Ersatzkorb mit Magnetstab-Aufnahme nach Maß
- Nachrüstung an vorhandenen Filtern, auch fremder Herkunft
- Bestückung mit einem oder mehreren Stäben je nach Nennweite
- auf Wunsch Korb mit Aufnahme, Stäbe später ergänzbar
Anwendungen
Wo Magnetstäbe den Unterschied machen
Überall dort, wo Eisen im Kreislauf ist. Und das ist fast überall der Fall, wo Stahl verbaut wurde. Am häufigsten arbeitet der Magnetfilter in Wasser: im Heiz- und Kühlwasser und im Prozesswasser.
- Heiz- und Kühlwasser → – gegen Magnetit, der sich in geschlossenen Kreisläufen unweigerlich bildet
- Öle und Schmieröle → – gegen Abrieb aus Lagern und Getrieben
- Prozesswasser → – wo Rost aus der Leitung in nachgelagerte Anlagen gelangt
- Suspensionen und Feststoffe → – als zusätzliche Stufe neben dem Sieb
Ein besonderer Fall ist das Anfahren einer neuen Anlage: Dann kommen Schweißperlen und Zunder in Mengen, die später nie wieder auftreten. Magnetstäbe fangen davon ab, was das Sieb passieren würde.
Fertigung
Einsatz und Aufnahme entstehen zusammen
Der Magnetstab wird nicht in einen fertigen Korb gesteckt – die Aufnahme gehört zur Konstruktion des Einsatzes. Weil wir die Siebeinsätze selbst fertigen, lässt sich die Bestückung an die Nennweite, den verfügbaren Platz und die Reinigungsgewohnheit anpassen.
Das gilt auch für Ersatzteile: Ein Korb, der heute ohne Stäbe geliefert wird, kann die Aufnahme bereits mitbringen. Dann ist das Nachrüsten später eine Sache von Minuten.
- Siebeinsätze mit Magnetstab-Aufnahme aus eigener Fertigung
- Bestückung nach Nennweite und Einbausituation
- Ersatzkörbe nach Muster, auch für Fremdfabrikate
- Zeugnisse und Dokumentation zum jeweiligen Regelwerk
Häufige Fragen zu Magnetfiltern
Nein. Bei uns sind Magnetstäbe eine Ausführung des Filtereinsatzes: Sie werden in den Siebkorb eines Siebkorb-, Einfach-, Doppel- oder Topfschmutzfängers eingehängt. Das Gehäuse bleibt dasselbe – aus dem Filter wird ein Magnetfilter. Das hat den Vorteil, dass sich nachrüsten und zurückbauen lässt, ohne die Leitung anzufassen.
Kaum. Der Stab arbeitet über die Anziehung, nicht über eine Verengung des Querschnitts. Er nimmt zwar etwas Platz im Korb ein, aber die Wirkung auf den Durchfluss ist gering – anders als bei einer feineren Maschenweite, die den Druckverlust deutlich anhebt.
Das hängt an der Nennweite und daran, wie viel magnetische Fracht anfällt. In kleinen Größen genügt ein Stab, ab mittleren Nennweiten werden zwei oder mehr eingesetzt. Nennen Sie uns Nennweite und Medium, dann schlagen wir die Bestückung vor.
In den meisten Fällen ja – über einen neuen Siebeinsatz mit Aufnahme für die Stäbe. Das Gehäuse bleibt. Nötig sind die Maße des vorhandenen Korbs: Außendurchmesser, Höhe, Randausführung und Maschenweite.
Gemeinsam mit dem Siebkorb. Beim Öffnen kommt der Einsatz heraus, der angezogene Schlamm wird abgestreift oder abgespült. Wichtig: Das muss von Hand geschehen – der Schmutz fällt nicht von selbst ab, solange der Magnet wirkt.
Weiterführende Themen
Alle Grundformen im Vergleich: Industriefilter →
Magnetstäbe für Ihren Filter
Nennen Sie uns die Bauart und Nennweite Ihres Filters, das Medium und – wenn vorhanden – die Maße des jetzigen Siebkorbs. Sie erhalten einen Vorschlag für Einsatz und Bestückung, ob als neuer Filter oder als Nachrüstung.