Start › Anwendungen › Suspensionen und Feststoffe
Anwendungen
Feststofffilter
für Suspensionen
Beim Feststofffilter entscheidet nicht die Feinheit, sondern die Fläche und der Weg zur Reinigung. Bei hoher Feststofffracht arbeiten wir mit grobem Lochblech statt Gewebe – und planen das Öffnen von Anfang an mit.
Siebeinsatz
Lochblech 3 – 10 mm
Nennweiten
DN80 – DN300
Auch
Unterdruck bis −1 bar
Wichtig
kurze Reinigungswege
Warum hier eine andere Auslegungslogik gilt
Bei Suspensionen, Faserstoffen und feststoffhaltigen Medien kehrt sich die übliche Reihenfolge um. Nicht die Feinheit steht am Anfang, sondern die Frage, wie viel Feststoff pro Stunde ankommt und wie lange der Filter das aufnehmen soll. Aus der Schmutzfracht ergibt sich die Siebfläche – und aus ihr die Baugröße.
Ein Gewebe ist hier meist die falsche Wahl. Es setzt sich schnell zu und lässt sich schlecht reinigen, weil sich Fasern und klebrige Rückstände in der Masche verhaken. Deshalb arbeiten wir mit grobem Lochblech von 3 bis 10 mm. Es lässt sich abstreifen und ausspülen, ohne Schaden zu nehmen.
Die dritte Größe ist der Zugang. Ein Filter, der oft geöffnet wird, braucht einen Verschluss ohne Werkzeug und einen Deckel, der am Gerät bleibt. Sonst wird die Reinigung zur Zwei-Personen-Aufgabe und findet zu selten statt.
- Siebfläche folgt der Schmutzfracht, nicht der Feinheit
- Lochblech statt Gewebe – abstreifbar und robust
- Große Bauform verlängert das Reinigungsintervall
- Werkzeugloser Verschluss, weil oft geöffnet wird
- Deckel bleibt am Filter – Schwenkvorrichtung
- Umschaltbar, wenn die Anlage nicht stehen darf
Was hier geschützt wird
Feststoffe schaden dort, wo Spalte eng sind oder Bauteile schnell laufen.
In Prozess- und Kreislaufwasser
- Sprühdüsen und Düsenbalken
- Umwälz- und Prozesspumpen
- Wärmeübertrager mit engen Kanälen
- Siebwasser- und Faserkreisläufe
- Messstellen und Probenahme
In Fertigung und Oberflächentechnik
- Teilewaschanlagen und Spülbäder
- Kühlschmierstoffkreise an Werkzeugmaschinen
- Stranggusskühlung mit Zunder
- Abschreck- und Härtebäder
- Rückführung aus Auffangwannen
Bauformen bei hoher Feststofffracht
Fläche, Zugang und Umschaltbarkeit sind hier die Entscheidungskriterien.
Einfachfilter mit Lochblech
die robuste Grundform
Rahmen der Ausführung: DN80 bis DN300 in PN6 oder PN16, Edelstahl 1.4571, Siebeinsatz als Lochblech mit 3 bis 10 mm statt Feinsieb. Ausgelegt für −10 bis +60 °C und −1 bis 14 bar – die grobe Lochung folgt einer eigenen Auslegungslogik.
Siebkorbfilter
mehr Fläche, längere Standzeit
Die Topfform nimmt deutlich mehr Feststoff auf, bevor der Differenzdruck steigt. Bei hoher Schmutzfracht ist die größere Bauform fast immer die wirtschaftlichere: Sie kostet einmal mehr und spart jede Reinigung.
Doppelfilter
Reinigen im laufenden Betrieb
Bei starkem Anfall wird häufig gereinigt, und jede Reinigung ist ein Stillstand. Zwei Kammern mit Umschaltung lösen das: umschalten, die abgeschaltete Seite öffnen und ausräumen, während die Anlage weiterläuft.
Zugang und Handhabung
so wichtig wie das Sieb
Werkzeugloser Verschluss über Klappaugenschrauben, ein Deckel, der über Scharnier oder Schwenkarm am Gerät bleibt, und eine Entleerung am tiefsten Punkt. Erst damit wird aus einem guten Filter ein Filter, der auch gereinigt wird.
Technische Daten
Rahmen und Beispiele aus unserer Fertigung für feststoffhaltige Medien.
| Merkmal oder Beispiel | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
Einfachfilter Suspensionen | ||
| Nennweite | DN80 – DN300 | PN6 · PN16 |
| Werkstoff | 1.4571 | Stahl ebenso möglich |
| Siebeinsatz | Lochblech 3 – 10 mm | statt Feinsieb |
| Auslegung | −10 … +60 °C · −1 bis 14 bar | auch Unterdruck |
Auslegung bei hoher Fracht | ||
| Erste Größe | Schmutzfracht pro Stunde | daraus folgt die Fläche |
| Zweite Größe | gewünschtes Reinigungsintervall | bestimmt die Baugröße |
| Siebart | Lochblech vor Gewebe | abstreifbar, verhakt nicht |
| Differenzdruck | max. 2 bar | im Betrieb empfohlen höchstens 0,5 bar |
Handhabung | ||
| Verschluss | Klappaugenschrauben | werkzeuglos |
| Deckel | Scharnier oder Schwenkarm | bleibt am Filter |
| Entleerung | am tiefsten Punkt | Muffe, Flansch oder Kugelhahn |
| Standfüße | ab großen Nennweiten | Betriebsgewicht steigt mit dem Feststoff |
Ein größerer Filter spart jede einzelne Reinigung
Bei feststoffhaltigen Medien ist die Baugröße die wirtschaftlichste Stellschraube. Ein Filter, der knapp bemessen ist, erreicht seinen Grenzdifferenzdruck schnell – und jede Reinigung bindet Personal, oft in unbequemen Zeiten. Ein größer gewähltes Gehäuse nimmt ein Vielfaches an Feststoff auf, bevor es aufgemacht werden muss, und arbeitet die ganze Zeit mit niedrigerem Druckverlust. Der Mehrpreis fällt einmal an, die eingesparte Reinigung jede Woche. Nennen Sie uns, wie viel Feststoff Sie erwarten und wie oft Sie öffnen möchten – daraus rechnen wir die Fläche.
Häufige Fragen
Weil sich Fasern und klebrige Rückstände in einer Masche verhaken und sich kaum entfernen lassen. Grobes Lochblech mit 3 bis 10 mm lässt sich abstreifen und ausspülen und behält seine Form. Wo zusätzlich feiner getrennt werden muss, kombinieren wir Lochblech als Stützkorb mit einem Feinsieb.
Das ergibt sich aus der Schmutzfracht und dem gewünschten Reinigungsintervall, nicht aus der Nennweite der Leitung. Nennen Sie uns beides – wir rechnen die erforderliche Siebfläche und schlagen die Baugröße vor.
Bei hoher Fracht fast immer. Die Reinigung fällt häufig an und dauert länger als bei klaren Medien; jede davon wäre ein Stillstand. Mit zwei Kammern läuft die Anlage weiter, während eine Seite ausgeräumt wird.
Ja, unsere Ausführungen decken den Bereich ab −1 bar ab. Unter Unterdruck wirkt die Druckdifferenz von außen auf den Korb – der Einsatz wird dafür verstärkt ausgeführt.
Das steuert der Differenzdruck, nicht der Kalender. Bei unseren Siebkorbfiltern liegt der zulässige Differenzdruck bei maximal 2 bar, im Betrieb empfehlen wir höchstens 0,5 bar. Eine Anzeige über dem Sieb macht den Zeitpunkt sichtbar.
Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – mit Auslegungsdaten, Werkstoffen, Maschenweite und Anbauteilen. Erst nach Ihrer Bestätigung geht der Auftrag in die Fertigung.
Feststofffracht in den Griff bekommen
Nennen Sie uns Medium, Volumenstrom, die erwartete Feststofffracht und das gewünschte Reinigungsintervall – Sie erhalten eine Auslegung mit Siebfläche, Bauform und Zugang.