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Allgemeine Optionen
Maschenweite und
Filterfeinheit
Die Maschenweite entscheidet über Schutzwirkung und Druckverlust. Pauschal festlegen lässt sie sich nicht: Sie ergibt sich aus dem Medium, der Partikelgröße und vor allem aus dem Bauteil dahinter. Wir fertigen von 10 mm bis 0,05 mm (50 µm oder 50 Mikron), feiner auf Anfrage – und legen die Feinheit gemeinsam mit Ihnen aus.
Fertigungsbereich
10 mm – 0,05 mm (50 µm)
Feiner
0,02 mm (20 µm) auf Anfrage
Ausführungen
Drahtgewebe · Lochblech · Stützkorb
Werkstoffe
1.4401 · 1.4404 · 1.4301
Warum die Maschenweite über die Standzeit entscheidet
Zu grob gewählt, erreicht der Schmutz das nachgeschaltete Bauteil – der Filter erfüllt seine Aufgabe nicht. Zu fein gewählt, setzt er sich zu, der Druckverlust steigt und die Anlage muss häufiger stillstehen.
Deshalb beginnt die Auslegung nicht beim Medium, sondern beim Schutzobjekt. Pumpen, Wärmetauscher, Regelventile und Düsen vertragen unterschiedlich große Partikel. Erst danach kommen Medium, Viskosität, Schmutzfracht und Volumenstrom hinzu – sie bestimmen, wie groß die Filterfläche sein muss.
Diese Rechnung übernehmen wir. Sie nennen uns Prozess und Schutzobjekt. Wir legen Maschenweite, Siebausführung und Filterfläche gemeinsam aus und fertigen den Einsatz in der eigenen Werkstatt. Auslegung, Fertigung und Prüfung liegen damit in einer Hand – zertifiziert nach ISO 9001, mit TÜV-Schweißzulassung nach AD 2000-HP0.
- Auslegung nach Schutzobjekt, nicht nach Faustregel
- Filterfläche passend zur Schmutzfracht
- Druckverlust bei der Wahl mitgerechnet
- Feinsieb und Stützkorb aufeinander abgestimmt
Ausführungen des Siebeinsatzes
Welche Feinheit erreichbar ist, hängt von der Ausführung ab. Grobe Trennung übernimmt das Lochblech allein; unterhalb von 2,5 mm kommt ein Feinsieb aus 1.4401 hinzu, getragen vom Stützkorb. Die Angaben sind Richtwerte – die Auslegung erfolgt im Einzelfall.
Drahtgewebe mit Stützring
0,05 mm (50 µm) bis etwa 1 mm
Der feine Bereich. Größte freie Fläche und damit der geringste Druckverlust bei gleicher Maschenweite.
Rundlochblech mit Stützring
ab etwa 2,5 mm
Grobe Trennung ohne Feinsieb. Robust, gut zu reinigen, für höhere mechanische Belastung.
Stützkorb mit Quadratlochung und Feinsieb
unter 2,5 mm
Der Korb trägt, das Gewebe trennt. Standardlochung Qg 10-12 mit eingelegtem Feinsieb.
Stützkorb mit Rundlochung und Feinsieb
unter 2,5 mm
Wie zuvor, bei höherer Schmutzfracht. Feinsieb 1.4401 im Korb aus 1.4301.
Gefaltetes Siebgewebe (sterngeflochten)
feiner Bereich bei großem Volumenstrom
Die Faltung vergrößert die Filterfläche erheblich. Damit bleibt der Druckverlust beherrschbar, wo ein glattes Gewebe zu schnell zusetzen würde.
Mehrteiliger Einsatz mit austauschbarem Rundsieb
Maschenweite später wechselbar
Das Rundsieb ist das Verschleißteil und einzeln tauschbar – der Stützkorb bleibt. So lässt sich die Feinheit auch nachträglich anpassen, wenn sich Medium oder Schmutzfracht ändern. Robuster im Dauerbetrieb.
Vlies statt Gewebe
Feiner als 50 µm: der Filterbeutel
Ein Drahtgewebe endet bei 0,05 mm, also 50 µm. Wer feiner filtern muss, wechselt das Prinzip: Statt eines Gewebes kommt ein Beutel aus Vlies in den Stützkorb. Am Gehäuse ändert sich dabei nichts – aus dem Filter wird ein Beutelfilter, ohne dass ein anderes Gerät nötig wäre.
Filterbeutel aus Vlies
1 µm bis 300 µm
Polypropylen-Vlies deckt 1 bis 300 µm ab, Polyester-Vlies 1 bis 200 µm, Nylon auf Anfrage. Der Beutel wird in den Größen 1 bis 4 geliefert und trägt oben einen Kunststoffring, der ihn in Form hält.
Beutel im Stützkorb
derselbe Korb, anderer Einsatz
Der Stützkorb bleibt, was er ist: das tragende Teil. Er nimmt den Druck auf, der Beutel übernimmt die Trennung. Deshalb lässt sich zwischen Sieb und Beutel wechseln, ohne am Filter etwas zu ändern.
Beutel und Feinsieb kombiniert
zweistufig
Beides zusammen ist möglich und oft sinnvoll: Das Sieb hält grobe Bestandteile zurück und schützt den Beutel, der Beutel filtert fein. So hält die teurere Stufe länger.
Zwei Dinge sind anders als beim Sieb. Der Beutel wird getauscht, nicht gereinigt – er ist ein Wechselteil und kein Dauerbauteil. Und die Druckstufe liegt in dieser Ausführung bei bis zu 10 bar, während ein Siebkorbfilter bis PN40 geht. Wo beides zusammenkommt – feine Trennung und hoher Druck – ist das gefaltete Siebgewebe die bessere Wahl.
Auswahl und Kombinationen Maschenweiten von 0,05 bis 10 mm
Lochblech, Drahtgewebe, Hutsieb oder Stecksieb – gefertigt nach Ihrer Filterfeinheit, optional mit Stützgewebe.
Drehtgewebe
1 mm Drehtgewebe
0,5 mm Drehtgewebe
0,05 mm Drehtgewebe
1 mm Drahtgewebe Anströmung Außen nach Innen
1 mm Drahtgewebe Anströumung Innen nach Außen
0,5 mm Drahtgewebe
mit Stützkorb
Orientierungswerte nach Medium
Typische Auslegungen als erste Orientierung – keine Festlegung. Die endgültige Feinheit ergibt sich aus Schutzobjekt, Volumenstrom und Schmutzfracht und kann nach oben wie unten abweichen.
| Medium | Maschenweite |
|---|---|
| Kondensat | 0,05 mm (50 µm) |
| Stickstoff und Gase | 0,05 mm (50 µm) |
| Diesel, Kraftstoffe | 0,09 mm (90 µm) |
| Glykol | 0,09 mm (90 µm) |
| Wasserstoff | 0,1 mm (100 µm) |
| Säuren und Laugen | 0,15 – 0,4 mm |
| Medium | Maschenweite |
|---|---|
| Dampf | 0,3 mm (300 µm) |
| Kühl- und Trinkwasser | 0,4 mm (400 µm) |
| Abwasser | 0,5 mm (500 µm) |
| Prozesswasser | 1 mm (1.000 µm) |
| Seewasser | 1,5 – 2 mm |
| Suspensionen | Lochblech 3 – 10 mm |
Wenn das vorhandene Sieb nicht passt
Setzt sich das Sieb zu schnell zu, ist die Maschenweite zu fein für die tatsächliche Schmutzfracht oder die Filterfläche zu klein. Ein gröberer Einsatz oder ein größerer Siebkorb löst das, ohne Eingriff in die Rohrleitung. Gelangen Partikel durch, ist ein feinerer Einsatz nötig; der steigende Druckverlust ist dann mitzurechnen.
Zwei Grenzen aus der Auslegung stehen fest: die Strömungsgeschwindigkeit im Gehäuse von maximal 2,5 m/s bei Wasser und der zulässige Differenzdruck am Einsatz von maximal 2 bar. Im Betrieb empfehlen wir höchstens 0,5 bar. Ersatzsiebe fertigen wir auch für Filtergehäuse anderer Hersteller – nach Muster, Zeichnung oder Abmessung.
Häufige Fragen
Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – die Zeichnung weist auch Maschenweite, Siebaufbau und Werkstoff des Einsatzes aus. Erst wenn Sie sie bestätigt haben, geht der Auftrag in die Fertigung. Änderungswünsche arbeiten wir vorher ein.
Gern. Zeichnungen, Spezifikationen, Stücklisten oder das Datenblatt des Vorgängerfilters sind die beste Grundlage. Unsere Konstrukteure übernehmen Ihre Vorgaben und passen sie an, wo es die Fertigung oder das Regelwerk erfordert – Abweichungen stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Von 10 mm bis 0,05 mm (50 µm) im Regelbereich. Feiner ist möglich: Siebeinsätze mit 0,02 mm (20 µm) fertigen wir auf Anfrage.
Die Maschenweite ist das lichte Maß der Öffnung. Die Filterfeinheit beschreibt, welche Partikelgröße tatsächlich zurückgehalten wird – sie hängt zusätzlich von Gewebeart, Anströmung und Schmutzfracht ab.
Ja. Der Siebeinsatz ist wechselbar – ein Ersatzeinsatz mit anderer Maschenweite passt in das vorhandene Gehäuse, solange Bauform und Abmessung gleich bleiben. Beim mehrteiligen Einsatz genügt sogar der Tausch des Rundsiebs, der Stützkorb bleibt im Filter.
Medium, Schutzobjekt, Volumenstrom, Betriebsdruck und Temperatur. Liegt die Maschenweite noch nicht fest, leiten wir sie daraus ab.
Ja – nach Muster, Zeichnung oder Abmessung, auch für Filtergehäuse anderer Hersteller.
Weitere Optionen im Filterbau
Alle Themen im Überblick: Ausstattung und Optionen
Maschenweite gemeinsam festlegen
Nennen Sie uns Medium, Schutzobjekt und Volumenstrom – wir leiten die passende Feinheit ab und legen Sieb und Filterfläche zusammen aus.