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und Medien
Welcher Filter passt, entscheidet sich am Medium und an dem, was er schützen soll. Auf den folgenden Seiten steht je Medium, welche Bauform sinnvoll ist, worauf es bei der Auslegung ankommt und welche Ausstattung dazugehört.
Medien
neun Anwendungsfelder
Auslegung
nach Schutzobjekt
Bauformen
SKF · EF · DF · TF · PSA · Y
Dazu
17 Ausstattungsthemen
Nicht das Medium bestimmt die Maschenweite, sondern das Schutzobjekt
Die häufigste Frage in Anfragen betrifft die Maschenweite für ein bestimmtes Medium. Fachlich richtig ist die umgekehrte Frage: Was soll der Filter schützen? Eine Pumpe verträgt andere Partikel als eine Sprühdüse, ein Plattenwärmeübertrager andere als ein Regelventil. Je enger die Öffnungen dahinter, desto feiner das Sieb.
Das Medium bestimmt dafür anderes: den Werkstoff, die Bauform, die Dichtung und die Frage nach Heizung oder Isolierung. Bei viskosen Medien kommt eine Regel dazu, die viele überrascht. Je zäher das Medium, desto gröber wird das Sieb gewählt – sonst wird der Druckverlust unbeherrschbar.
Deshalb sind diese Seiten nach Medium sortiert, führen aber immer zum Schutzobjekt: Jede nennt die Einsatzstellen, an denen sie typischerweise gebraucht wird. Sagen Sie uns beides – Medium und was dahinter steht – dann legen wir aus.
- Maschenweite folgt dem Schutzobjekt, nicht dem Medium
- Werkstoff folgt dem Medium – bei Chemie das wichtigste Kriterium
- Je viskoser das Medium, desto gröber das Sieb
- Auslegung bei Betriebstemperatur, nicht bei 20 °C
- Bauform nach Schmutzanfall und Wartungsrhythmus
- Jede Seite nennt die passende Ausstattung dazu
Neun Medien, neun Auslegungen
Jede Seite beschreibt die Einsatzstellen, die passende Bauform und die bewährte Ausstattung.
Dampf und Kondensat
Anfahrsieb · Kondensatableiter
Geringer Schmutzanfall, hohe Temperatur: Der Y-Schmutzfänger reicht meist, die Dichtung entscheidet.
Zur Anwendung →
Wasser und Prozesswasser
Membran- und Pumpenschutz
Von der Vorfiltration für Umkehrosmose bis zur Trinkwasseranlage – die größte Mediengruppe im Filterbau.
Zur Anwendung →
Kühl- und Heizwasser
Wärmeübertrager · Magnetit
Plattenwärmeübertrager sind partikelempfindlich, in Heizkreisen kommt Magnetit dazu, das kein Gewebe hält.
Zur Anwendung →
Öle und Thermalöl
viskos · beheizt
Je zäher das Medium, desto gröber das Sieb und desto wichtiger Heizmantel und schnelles Öffnen.
Zur Anwendung →
Kraftstoffe und Tankanlagen
Diesel · HFO · Tanklager
Feine Trennschnitte, Stahlgehäuse und Anforderungen aus TA-Luft und Explosionsschutz.
Zur Anwendung →
Chemie, Säuren und Laugen
Werkstoff vor Feinheit
Hier entscheidet nicht die Maschenweite, sondern die Werkstoffverträglichkeit bis Hastelloy und Monel.
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Gase und Stickstoff
feinste Trennschnitte
Gase tragen wenig Schmutz, verlangen aber die feinsten Gewebe und dichte Verschlüsse.
Zur Anwendung →
Suspensionen und Feststoffe
hohe Schmutzfracht
Große Siebfläche, robuste Einsätze und kurze Reinigungswege – oder gleich der umschaltbare Doppelfilter.
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Abwasser
grob und zäh zugleich
Gröbste Maschenweiten, hoher Schmutzanfall, Faser- und Feststoffanteile – Bauform und Zugang sind entscheidend.
Zur Anwendung →Was ein Filter schützt
- Pumpen und Verdichter, besonders auf der Saugseite
- Plattenwärmeübertrager und Kondensatoren
- Regelventile, Sprühdüsen und Kondensatableiter
- Membranen und Umkehrosmose-Anlagen
- Zähler, Messgeräte und Analysestellen
- Katalysatoren und nachgeschaltete Reaktoren
Wann ein Filter nur vorübergehend gebraucht wird
- Inbetriebnahme nach Montage: Schweißperlen, Zunder und Späne
- Nach Revision und Reinigung der Anlage
- Bei Versuchsläufen und Probeproduktion
- Als Miet- oder Versuchsfilter ohne Investition
- Freischalten und Druckprüfen mit Steckscheiben
Zwei Angaben genügen für den Anfang
Für eine belastbare Auslegung brauchen wir wenig: das Medium mit Betriebstemperatur und -druck sowie das zu schützende Bauteil mit seiner kleinsten Öffnung. Alles Weitere leiten wir daraus ab: Maschenweite, Siebfläche, Bauform, Werkstoff und Ausstattung. Kommen Volumenstrom und Einbausituation dazu, wird aus der Auslegung ein Angebot mit Zeichnung.
Häufige Fragen
Die Frage führt fachlich in die Irre – maßgeblich ist, was der Filter schützen soll. Eine Faustregel aus der Praxis: Die Sieböffnung wird etwa halb so groß gewählt wie der größte Partikel, der noch passieren darf. Nennen Sie uns das Schutzobjekt, dann rechnen wir es aus.
Nein. Die Maschenweite ist ein Maß der Geometrie – der lichte Abstand zweier Drähte. Ein längliches Partikel kann bei passender Lage trotzdem hindurchgehen. Angaben in „µm absolut“ gehören zur Feinfiltration mit Beutel- oder Kerzenfiltern. Für Siebkorbfilter, Doppelfilter und Schmutzfänger ist die Maschenweite in Millimeter die fachlich richtige Angabe.
Weil der Druckverlust mit der Viskosität steigt. Ein feines Sieb, das bei Wasser unauffällig ist, macht bei Öl oder Sirup die Anlage unbetreibbar. Bei viskosen Medien wird deshalb gröber gewählt, das Gehäuse größer ausgelegt und meist beheizt – und die Auslegung erfolgt bei Betriebstemperatur, nicht bei 20 °C.
Als Anhaltspunkt: Bei geringem Schmutzanfall genügt der Y-Schmutzfänger. Steigt die Schmutzfracht, bringt die Topfform deutlich mehr Siebfläche – Siebkorb- oder Einfachfilter. Darf die Anlage zum Reinigen nicht stehen, wird es der umschaltbare Doppelfilter. Auf jeder Medienseite steht die Empfehlung im Zusammenhang.
Ja. Die neun Seiten decken die häufigsten Fälle ab, die Auslegung machen wir für jedes Medium. Nennen Sie uns Zusammensetzung, Temperatur, Druck und Viskosität – bei aggressiven Medien zusätzlich Konzentration, weil davon der Werkstoff abhängt.
Die Ausstattung dazu
Alle Themen im Überblick: Ausstattung und Optionen · Die Bauarten: Industriefilter
Ihr Medium, unsere Auslegung
Nennen Sie uns Medium, Betriebsdaten und das Bauteil, das geschützt werden soll – Sie erhalten eine Auslegung mit Bauform, Maschenweite und Ausstattung.