T-Filter · Rohrfilter · Schutzsieb
T-Filter Typ TF
Ein Schutzfilter in T-Form, der zum Teil der Rohrleitung wird. Der Typ TF sitzt in der Leitung wie ein T-Stück, das Sieb liegt im Abgang. Er baut flach und braucht keinen eigenen Behälter. Dazu hält er Temperaturen aus, an denen andere Bauarten aufhören.
Jeder Typ TF entsteht nach Ihren Prozessdaten. Nennweite, Druckstufe, Werkstoff, Einbaulage und Lochung legen wir gemeinsam mit Ihnen aus – von DN100 bis DN1000, in DIN oder ANSI.
ISO 9001 · TÜV-Schweißbetrieb AD2000-HP0 · DGRL 2014/68/EU
Funktionsprinzip
Teil der Leitung, kein Behälter davor
Das Medium läuft gerade durch, die Siebplatte steht im Abgang des T. Was zurückgehalten wird, sammelt sich dort und wird beim Öffnen des Deckels mit der Platte herausgenommen. Deshalb heißt diese Bauart auch Rohrfilter oder Rohrleitungsfilter – im Englischen T-type oder tee strainer.
Der Vorteil liegt im Bauraum. Ein Korbfilter braucht Höhe über der Leitung und einen eigenen Behälter. Der T-Filter fügt sich dagegen in den Leitungsverlauf ein und lässt sich auch dort unterbringen, wo darüber oder daneben nichts frei ist. Bei großen Nennweiten ist er oft die einzige Bauform, die überhaupt passt.
- Direkte Integration in das Rohrleitungssystem
- Siebplatte im Abgang statt Korb im Gehäuse
- Entlüftungsmuffe oder Entlüftungsflansch im Deckel
- Auslegung nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU
Filtereinsatz
Eine Siebplatte, kein Korb
Das ist der Unterschied zu allen anderen Bauarten. Statt eines Stützkorbs mit Feinsieb arbeitet der Typ TF mit einer Siebplatte aus Edelstahl 1.4301, rundgelocht, im Standard mit 3 mm. Sie ist flach, formstabil und lässt sich leicht abspritzen. Bei grober Schmutzfracht ist das ein Vorteil.
Einbau
Filter direkt für den Leitungsbau
Weil der T-Filter Teil der Leitung ist, entscheiden drei Dinge über die Ausführung: die Einbaulage, die Öffnungsrichtung des Deckels und die Lage der Entlüftung.
Senkrecht und waagerecht
Die Bauform ist für beide Einbaulagen ausgelegt – bei Filtern ist das nicht selbstverständlich. Der Abgang mit der Siebplatte kann nach unten, zur Seite oder nach oben zeigen. Danach richtet sich, wohin sich der Schmutz setzt und wie er herauskommt.
Deckel mit Scharnier und Schwenkarm
Ab mittleren Nennweiten wiegt der Deckel zu viel, um ihn abzuheben. Scharnier und Schwenkvorrichtung führen ihn zur Seite, ohne dass er abgelegt werden muss – zusammen mit dem Schnellverschluss ist die Platte in wenigen Handgriffen draußen.
Entlüftung im Deckel
Muffe oder Flansch, je nachdem, ob nur entlüftet oder zusätzlich gespült und beprobt werden soll. Der Anschluss sitzt im Gehäusedeckel, also am höchsten Punkt – dort, wo sich Luft und Gas sammeln.
Weitere Ausstattungsoptionen:
- Differenzdruck am T-Filter – der einzige verlässliche Hinweis darauf, wann die Platte gereinigt werden muss
- Schweißenden statt Flanschen – nach DIN EN 12627 oder in ANSI, auf Wunsch als Sondermaß
- Deckel-Hebe- und Schwenkvorrichtung – Scharnier, Griff oder Schwenkarm je nach Nennweite und Einbaulage
- Werkstoffe für den Filterbau – Stahl P235GH oder Edelstahl 1.4571, Sonderwerkstoffe auf Anfrage
- Oberfläche und Korrosionsschutz – RAL 5010 als Standard, gebeizt und passiviert in Edelstahl
Temperatur
Bis +400 °C – die höchste Spanne unserer Baureihen
Wo Siebkorb-, Einfach- und Doppelfilter im Standard bei +50 °C enden, geht der Typ TF bis +400 °C. Das ist keine Randnotiz, sondern der Grund, warum diese Bauart in Dampf- und Heißwasserleitungen die richtige Wahl ist.
Möglich macht es die Bauweise: keine großen ebenen Flächen, ein kompaktes Gehäuse und eine Dichtung aus Graphit-Spießblech, die den Temperaturwechsel mitmacht. Zulässig ist ein Temperaturanstieg von 50 °C je Stunde – schneller sollte nicht angefahren werden.
- Dampf und Kondensat – die naheliegendste Anwendung dieser Temperaturklasse
- Heißwasser und Fernwärme – große Nennweiten mit Schweißenden, oft mit Zeugnis 3.1
- Thermalöl und Schweröl – heiß gefahrene Medien, die beim Abkühlen zäh werden
Export
In ANSI genauso wie in DIN
Ein erheblicher Teil der T-Filter geht in Anlagen, die nach amerikanischem Regelwerk gebaut sind. Wir fertigen deshalb ebenso in Zoll: 6, 8 und 12 Zoll in class 150 und class 300, mit Flanschen nach ASME B16.5 und Werkstoffen nach ASTM.
Auch die reine Siebfertigung ist möglich: Wenn das T-Stück bereits in der Leitung sitzt, liefern wir die passende Siebplatte dazu – nach Maß oder nach Muster.
Auslegungsparameter
Technische Daten
Werte der Standardausführung. Die endgültige Auslegung erfolgt nach Ihren Prozessdaten – abweichende Nennweiten, Druckstufen und Baulängen fertigen wir auf Anfrage.
Abmessungen
Baumaße, Filterfläche und Gewicht
Maße der Standardausführung in PN10 und PN16: H1, H2 und H3 sind die Bauhöhen, L die Baulänge. Das Gewicht gilt für die leere Stahlausführung ohne Anbauteile. Eine bemaßte Zeichnung zu Ihrer Nennweite legen wir der Auslegung bei.
| Nennweite | H1 [mm] | H2 [mm] | H3 [mm] | L [mm] | Filterfläche [cm²] | Volumen [l] | Gewicht [kg] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DN100 | 178 | 157 | 225 | 314 | 210 | 3,5 | 26 |
| DN125 | 202 | 179 | 285 | 358 | 330 | 6,2 | 36 |
| DN150 | 221 | 198 | 323 | 396 | 435 | 10 | 46 |
| DN200 | 265 | 240 | 387 | 480 | 705 | 20 | 74 |
| DN250 | 313 | 286 | 473 | 572 | 1.095 | 39 | 112 |
| DN300 | 361 | 332 | 535 | 664 | 1.615 | 64 | 150 |
| DN350 | 392 | 361 | 600 | 722 | 1.980 | 80 | 205 |
| DN400 | 448 | 415 | 707 | 830 | 2.730 | 125 | 265 |
Die Tabelle zeigt die gängigen Größen. DN450 bis DN1000 fertigen wir ebenso, ausgelegt nach Ihren Anschlussmaßen – in dieser Klasse meist mit Schweißenden statt Flanschen. Maßblätter und STEP-Modelle stellen wir auf Anfrage bereit.
Anwendungen
Wo der T-Filter steht
Überall dort, wo die Leitung selbst der Einbauort ist: kein Platz für einen Behälter, dafür hohe Temperatur, große Nennweite oder beides.
- Dampf und Kondensat – die häufigsten Medien überhaupt, und die heißesten
- Heißwasser und Fernwärme – Großnennweiten mit Schweißenden und KKS-Kennzeichnung
- Gase und Inertisierung – gebeizt und passiviert, mit Lochblech statt Gewebe
- Wasser und Abwasser – auch als Vorfilter vor Pumpen und Düsen
- Öle und Rohöl – Schmierölsysteme und Raffination
Fertigung und Nachweise
Konstruktion, Schweißnaht und Prüfung im eigenen Haus
Zuschnitt, Schweißen, Oberfläche und Prüfung liegen bei uns. Beim T-Filter zählt das doppelt: Weil er in die Leitung eingeschweißt wird, muss die Baulänge zum vorhandenen Rohrplan passen – und nicht umgekehrt.
- Auslegung nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU und AD 2000
- TÜV-anerkannter Schweißbetrieb nach AD2000-HP0
- Fertigung nach DIN oder ANSI
- Druckprüfung und Dokumentation im Haus
Anfrage
T-Filter Typ TF anfragen
Nennen Sie uns Medium, Volumenstrom, Betriebsdruck und Betriebstemperatur. Daraus legen wir Nennweite, Siebfläche und Werkstoff aus. Pflicht sind nur Nennweite und Druckstufe – kennen Sie sie noch nicht, wählen Sie „bitte auslegen“ oder „weiß ich nicht“. Weitere Filter ergänzen Sie mit „+ weitere Position“.
Direkt
Anrufen oder schreiben
+49 (0) 34 956 / 399 60
Montag bis Freitag, 7 bis 16 Uhr
Per E-Mail erreichen Sie uns unter info@industriefabrik.com.
Zum Ausdrucken
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Häufige Fragen zum T-Filter
Ja. Rohrfilter, Rohrleitungsfilter und Schutzsieb in T-Form bezeichnen dieselbe Bauart; im Englischen heißt sie T-type strainer oder tee strainer. Gemeint ist immer ein Filter, der als T-Stück in die Leitung eingesetzt wird und die Siebplatte im Abgang trägt.
Wenn der Platz fehlt oder die Temperatur zu hoch ist. Der Siebkorbfilter Typ SKF braucht einen eigenen Behälter und Höhe über der Leitung und endet im Standard bei +50 °C. Der T-Filter fügt sich in den Leitungsverlauf ein und geht bis +400 °C. Dafür hat er bei gleicher Nennweite weniger Filterfläche – er ist die Wahl für gröbere Trennung, nicht für Feinstfiltration.
Im Standard 3 mm, die Reihe reicht von 1 bis 10 mm. Die Lochung richtet sich nach dem Bauteil dahinter, nicht nach dem Medium: Eine Pumpe verträgt gröberes Korn als eine Düse. Feiner als 1 mm wird statt der Lochplatte ein Gewebe eingesetzt – siehe Maschenweite und Filterfeinheit.
Ja, die Bauform ist für senkrechte und waagerechte Einbaulage ausgelegt. Wichtig ist die Lage des Abgangs: Zeigt er nach unten, sammelt sich der Schmutz dort und fällt beim Öffnen heraus. Zeigt er nach oben, bleibt beim Öffnen Medium in der Platte stehen – dann gehört ein Entleerungsanschluss dazu.
Ja. Wenn das T-Stück bereits in der Leitung sitzt, fertigen wir die Platte nach Maß oder nach Muster – auch für fremdgelieferte Gehäuse. Nötig sind Außendurchmesser, Dicke, Lochbild und die Ausführung des Randes. Ein Foto hilft.
Wir fertigen bis DN1000. Die Tabelle oben zeigt die gängigen Größen bis DN400; darüber entsteht das Gehäuse als Konstruktion nach Ihrem Rohrplan, üblicherweise mit Schweißenden. In Zoll fertigen wir 6, 8 und 12 Zoll in class 150 und 300.
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Ersatzsiebe für T-Filter und Rohrfilter fertigen wir nach Maß oder Muster. Verschlissene Siebe ersetzen wir für eigene Baureihen ebenso wie für Fremdfabrikate. Zum Ersatzteil →
Ihren T-Filter auslegen
Nennen Sie uns Medium, Volumenstrom, Druck und Temperatur. Dazu die Einbaulage und das Bauteil, das geschützt werden soll. Sie erhalten eine Auslegung mit Nennweite, Lochung, Werkstoff und Anschlussart – in DIN oder ANSI.