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Überwachung und Sicherheit
Differenzdruck:
sehen, wann gereinigt werden muss
Ein Filtereinsatz meldet sich nicht von selbst. Der Differenzdruck zwischen Ein- und Austritt ist der einzige verlässliche Hinweis darauf, wie weit er zugesetzt ist. Wir bauen die Messung so aus, wie Ihr Betrieb sie braucht – vom abzulesenden Differenzdruckmanometer bis zum Signal in der Warte.
Anzeigebereiche
0–160 mbar bis 0–16 bar
Betriebsdruckanzeige
10, 16 oder 25 bar
Signal
Schaltkontakt oder 4–20 mA
Schutzart
IP 33 bis IP 65
Warum der Differenzdruck die entscheidende Größe ist
Ein Siebeinsatz verliert seine Wirkung nicht plötzlich, sondern allmählich. Mit zunehmender Belegung steigt der Widerstand, den das Medium überwinden muss – und damit die Druckdifferenz zwischen Filtereintritt und -austritt. Diese Differenz ist messbar, lange bevor Durchfluss oder Anlagenleistung sichtbar einbrechen.
Wird zu früh gereinigt, kostet das Stillstand und Personal. Wird zu spät gereinigt, steigt der Druckverlust am Filter weiter, die Pumpe arbeitet gegen den Widerstand an, und im ungünstigen Fall wird der Siebeinsatz mechanisch verformt. Der Differenzdruck macht aus dem Reinigungsintervall eine Messgröße statt einer Schätzung.
Als Messgeräte bauen wir Fabrikate von WIKA an. Die Baureihen mit Mikroschalter und mit Ausgangssignal decken den Bereich von der reinen Anzeige bis zur Anbindung an die Leittechnik ab. Ist in Ihrem Werk ein anderes Fabrikat Standard, bauen wir es ebenso an. Für ein beigestelltes Gerät sehen wir die passenden Anschlüsse vor.
- Zustand des Einsatzes jederzeit ablesbar
- Reinigung nach Messwert statt nach Kalender
- Schaltkontakt meldet den Grenzwert an die Warte
- Ausgangssignal 4–20 mA für das Prozessleitsystem
- Schaltpunkt am Gerät einstellbar
- Nachrüstbar, wenn das Gehäuse Messmuffen hat
Für unterschiedliche Ansprüche
Die Stufen bauen aufeinander auf. Welche passt, hängt davon ab, ob jemand regelmäßig am Filter vorbeigeht – oder ob die Meldung in der Leitwarte ankommen muss.
Vorbereitet, ohne Gerät
zwei Messmuffen am Gehäuse
Das Gehäuse erhält zwei Muffen vor und hinter dem Einsatz, üblich in 1/4 oder 1/2 Zoll. Gemessen wird bei Bedarf mit einem mobilen Gerät, das Manometer lässt sich jederzeit nachrüsten. Das ist die wirtschaftlichste Variante, wenn die Überwachung erst später kommt.
Anzeige vor Ort
WIKA · ablesen ohne Strom
Ein Differenzdruckmanometer mit Rohrfeder, über zwei Parallelzapfen mit dem Gehäuse verrohrt. Nenngröße 100 mm, Genauigkeitsklasse 1,6, Anzeigebereiche 0–6 oder 0–16 bar, auf Wunsch mit Doppelteilung in bar und Meter Wassersäule.
Anzeige mit Schaltkontakt
WIKA DELTA-comb · Grenzwert meldet sich
Zusätzlich zur Anzeige ein Mikroschalter, der beim eingestellten Grenzwert schaltet – einfach oder zweifach ausgeführt, etwa für Vorwarnung und Abschaltung. Schalthysterese höchstens 5 Prozent vom Skalenendwert, Anschluss über Kabeldose oder Winkelsteckverbinder.
Anzeige mit Ausgangssignal
WIKA DELTA-trans · 4–20 mA
Der Differenzdruck wird fortlaufend als Stromsignal ausgegeben, in Zweileitertechnik. Damit lässt sich der Verlauf aufzeichnen: Das Leitsystem erkennt nicht nur den Grenzwert, sondern auch, wie schnell der Filter zusetzt.
Betriebsdruck mitanzeigen
zwei Werte, ein Gerät
Auf Wunsch zeigt dasselbe Gerät neben der Differenz auch den Betriebsdruck der Anlage – ausgelegt für 10, 16 oder 25 bar. Das spart ein zweites Manometer und eine weitere Messstelle.
Weitere Messstellen
Temperatur und Prozessdruck
Am selben Gehäuse lassen sich analoge oder digitale Thermometer, Druckmessumformer und Schaugläser anbringen. Die Anschlussstutzen werden bei der Konstruktion dort vorgesehen, wo Sie sie später ablesen können.
Auf alle Filtertypen anwendbar
Differenzdruckmesser und andere Messinstrumente können individuell mit jedem Filtertypen kombiniert werden.
Technische Daten der Ausführungen
Die Werte beschreiben die Geräte, die wir üblicherweise anbauen. Abweichende Messbereiche, Werkstoffe und Zulassungen sind möglich.
| Merkmal | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Messung | ||
| Fabrikat | WIKA | anderes Fabrikat oder Beistellung möglich |
| Anzeigebereich Differenzdruck | 0–160 mbar … 0–16 bar | nach Auslegung gewählt |
| Genauigkeitsklasse | 1,6 oder 2,5 | je nach Ausführung |
| Nenngröße Anzeige | 100 mm | gut ablesbar aus Abstand |
| Betriebsdruckanzeige | 10 · 16 · 25 bar | optional im selben Gerät |
| Einsatzgrenzen | ||
| Zulässiger Differenzdruck am Filter | max. 2 bar | Grenzwert des Gehäuses, nicht der Anzeige |
| Empfohlener Betriebswert | max. 0,5 bar | darüber Einsatz reinigen oder Fläche vergrößern |
| Messstofftemperatur | −10 … +90 °C | am Messgerät, nicht am Filter |
| Umgebungstemperatur | −10 … +70 °C | — |
| Schutzart | IP 33 bis IP 65 | IP 65 bei Kontakt- und Signalgeräten |
| Trennmembrane und Dichtungen | FPM / FKM | andere Werkstoffe auf Anfrage |
| Anschluss und Signal | ||
| Prozessanschluss | 2 × G 1/4 innen | oder Parallelzapfen G 1/2 |
| Messmuffen am Gehäuse | 1/4" oder 1/2" | auch ohne Gerät vorrüstbar |
| Schaltkontakt | Mikroschalter, ein- oder zweifach | Schaltpunkt einstellbar |
| Bauart mit Kontakt | DELTA-comb | mit integrierter Betriebsdruckanzeige |
| Bauart mit Signal | DELTA-trans | Ausgangssignal 4–20 mA |
| Schalthysterese | max. 5 % v. Endwert | — |
| Ausgangssignal | 4–20 mA, 2-Leiter | für das Prozessleitsystem |
| Elektrischer Anschluss | Kabeldose · Winkelstecker 6-polig + PE | auch festes Kabel |
Wo der Schaltpunkt liegt
Den Grenzwert legen wir für Ihre Anlage fest; er ergibt sich aus Filter, Medium und Pumpe. Bezugspunkt ist der Druckverlust im sauberen Zustand, den wir bei der Auslegung berechnen. Der Schaltpunkt liegt darüber – mit genug Abstand, dass normale Schwankungen keinen Alarm auslösen. Zugleich bleibt er weit unter dem Druck, bei dem der Einsatz mechanisch belastet wird. Verstellen lässt er sich am Gerät jederzeit, sobald der Betrieb die Grenze in der Praxis zeigt.
Häufige Fragen
Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – die Zeichnung weist auch die Lage der Messstutzen und die Ausführung der Überwachung aus. Erst wenn Sie sie bestätigt haben, geht der Auftrag in die Fertigung.
Gern. Zeichnungen, Spezifikationen, Stücklisten oder das Datenblatt des Vorgängerfilters sind die beste Grundlage. Unsere Konstrukteure übernehmen Ihre Vorgaben und passen sie an, wo es die Fertigung oder das Regelwerk erfordert – Abweichungen stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Ja, sofern das Gehäuse die beiden Messmuffen hat. Deshalb lohnt es sich, sie gleich vorzusehen, auch wenn zunächst kein Gerät angebaut wird – nachträglich müsste sonst am Druckgehäuse geschweißt werden.
Er richtet sich nach dem berechneten Druckverlust im sauberen Zustand: Der Bereich soll diesen Wert und den geplanten Schaltpunkt gut auflösen. Ein zu großer Bereich macht kleine Änderungen unsichtbar. Wir schlagen den Bereich mit der Auslegung vor.
Der Schaltkontakt meldet ein Ereignis: Grenzwert erreicht, ja oder nein. Das Ausgangssignal 4–20 mA überträgt den Messwert fortlaufend – damit sieht die Leitwarte auch, wie schnell der Differenzdruck steigt, und kann die Reinigung einplanen statt auf den Alarm zu warten.
Nein. Es gibt Ausführungen mit integrierter Betriebsdruckanzeige, ausgelegt für 10, 16 oder 25 bar. Ein Gerät, eine Messstelle, zwei Werte.
Ja. Für sicherheitsgerichtete Anwendungen und für den Offshore-Bereich sind Geräte mit entsprechenden Zertifikaten verfügbar. Nennen Sie uns die geforderte Zulassung mit der Anfrage, sie beeinflusst die Gerätewahl.
Standard sind Geräte von WIKA: die Baureihe mit Mikroschalter für den Schaltkontakt und die Baureihe mit Ausgangssignal für 4–20 mA. Ist in Ihrem Werk ein anderes Fabrikat vorgeschrieben, bauen wir es an oder sehen die passenden Anschlüsse für ein beigestelltes Gerät vor.
Weitere Optionen im Filterbau
Alle Themen im Überblick: Ausstattung und Optionen
Überwachung passend zum Betrieb
Sagen Sie uns, ob jemand am Filter vorbeigeht oder ob die Meldung in der Warte ankommen muss – daraus ergibt sich die Ausbaustufe. Durchfluss, Medium und Maschenweite brauchen wir für den Druckverlust im sauberen Zustand.