Anwendungen

Abwasserfilter
für die Industrie

Abwasser bringt alles mit: Feststoffe, Fasern, Fett und Sand, dazu wechselnde Zusammensetzung. Beim Abwasserfilter zählt nicht die feinste Trennung, sondern ein Filter, der viel aufnimmt und sich schnell wieder leeren lässt.

Schmutzwasser und Abwasser in der Kläranlage als Einsatzbereich für Abwasserfilter der Industrie

Feinheit

die gröbsten Trennschnitte

Siebeinsatz

Lochblech statt Gewebe

Wichtig

Zugang und Entleerung

Werkstoff

Edelstahl oder beschichtet

Warum Abwasser nach anderen Regeln ausgelegt wird

In Abwasserleitungen ist die Schmutzfracht hoch und schwankt. Ein Filter, der auf die durchschnittliche Belastung ausgelegt ist, steht bei der ersten Spitze zu. Deshalb beginnt die Auslegung mit der Frage nach dem Maximum – und mit der Reinigung, nicht mit der Feinheit.

Die Trennschnitte liegen hier am groben Ende dessen, was wir bauen: Lochblech statt Gewebe, weil sich Fasern, Textilreste und Fett in jeder Masche verhaken. Grobes Lochblech lässt sich abstreifen und ausspülen, ohne Schaden zu nehmen, und behält seine Form auch bei ungleichmäßiger Belastung.

Der dritte Punkt ist der Werkstoff. Abwasser ist selten neutral – je nach Herkunft kommen Chloride, Säuren oder Reinigungsmittel vor. Edelstahl ist deshalb der Regelfall; wo Stahl genügt, wird er grundiert und lackiert, mit einem Aufbau, der zur Umgebung passt.

  • Auslegung auf die Spitzenfracht, nicht den Durchschnitt
  • Lochblech statt Gewebe – abstreifbar, verhakt nicht
  • Großzügige Siebfläche verlängert das Intervall
  • Werkzeugloser Zugang, weil oft geöffnet wird
  • Entleerung am tiefsten Punkt, großzügig bemessen
  • Werkstoff nach Herkunft des Abwassers

Was hier geschützt wird

Im Abwasserstrang steht der Filter vor Bauteilen, die auf Grobes empfindlich reagieren.

In der Anlage

  • Abwasser- und Tauchpumpen
  • Wärmeübertrager zur Wärmerückgewinnung
  • Dosier- und Fällmittelstellen
  • Durchflussmessung und Probenahme
  • Nachgeschaltete Feinsiebung

Im Betrieb und Umfeld

  • Rückführ- und Kreislaufleitungen
  • Spül- und Reinigungswasser aus der Produktion
  • Kondensat- und Ablaufsammlung
  • Regenwasser- und Oberflächenabläufe
  • Übergabestellen an die Kläranlage

Bauformen für Abwasser

Fläche und Zugang schlagen hier jede Feinheit.

Siebkorbfilter Typ SKF DN600 aus Stahl, RAL 5010 blau lackiert, mit Anschweißenden, Schnellverschluss und Deckel-Schwenkarm für Abwasser und Brauchwasser

Siebkorbfilter

viel Aufnahme, gute Reinigung

Die Topfform nimmt große Mengen Feststoff auf, bevor der Differenzdruck steigt. Der Siebkorb lässt sich als Ganzes herausnehmen, ausleeren und ausspülen – bei Abwasser der entscheidende Vorteil gegenüber Bauformen mit fest eingebautem Einsatz.

Einfachfilter Typ EF aus lackiertem Stahl mit Schnellverschluss, Deckel-Hebe-Schwenkarm, Differenzdruck- und Entleerungsanschluss für Abwasser und Brauchwasser in Kläranlagen

Einfachfilter mit Lochblech

robust und einfach

Für kleinere Stränge: Siebeinsatz als grobes Lochblech statt Gewebe, Gehäuse in Edelstahl oder in lackiertem Stahl. Die Auslegung folgt der Schmutzfracht, nicht der Nennweite der Leitung.

Doppelfilter Typ DF DN300 aus Stahl, RAL 5010 blau lackiert, mit handbetätigten Absperrarmaturen

Doppelfilter

wenn der Ablauf nicht stoppen darf

Zwei Kammern mit Umschaltung: Die eine wird ausgeräumt, während die andere arbeitet. Sinnvoll überall dort, wo der Zulauf nicht abgestellt werden kann – in Kläranlagen und in Produktionen mit kontinuierlichem Abfluss.

Siebkorbfilter Typ SKF DN150 aus Stahl, grau lackiert, mit Schnellverschluss, Hebe-Schwenkarm, Differenzdruckmanometer, Standfüßen, Entleerung und Entlüftung per Kugelhahn

Zugang und Entleerung

die eigentliche Anforderung

Gefragt sind ein werkzeugloser Verschluss und ein Deckel, der über Scharnier oder Schwenkarm am Gerät bleibt. Dazu Standfüße für das erhebliche Betriebsgewicht und eine großzügig bemessene Entleerung am tiefsten Punkt. Bei Abwasser ist ein Kugelhahn dort die bessere Wahl als ein Stopfen.

Technische Daten

Rahmen für die Auslegung im Abwasserbereich.

Merkmal oder BeispielWertHinweis

Auslegung

Erste GrößeSpitzenfrachtnicht der Durchschnittswert
SiebeinsatzLochblech, grobGewebe verhakt sich mit Fasern
Siebflächegroßzügigverlängert das Reinigungsintervall
Differenzdruckmax. 2 barim Betrieb empfohlen höchstens 0,5 bar

Werkstoff und Oberfläche

RegelfallEdelstahl 1.4571gebeizt und passiviert
Bei ChloridenDuplexhöhere Beständigkeit
Stahlausführunggrundiert und lackiertAufbau nach Korrosionsklasse
DichtungEPDM · Graphitnach Medium und Temperatur

Handhabung

VerschlussKlappaugenschraubenwerkzeuglos zu öffnen
DeckelScharnier oder Schwenkarmbleibt am Filter
EntleerungKugelhahn statt Stopfenam tiefsten Punkt
Standfüßein der Regel erforderlichhohes Betriebsgewicht

Ausgelegt wird auf die Spitze, nicht auf den Mittelwert

Abwasser kommt nicht gleichmäßig. Eine Reinigungscharge aus der Produktion, ein Starkregen, das Leeren eines Beckens – solche Ereignisse bringen in einer Stunde mehr Fracht als die Tage davor zusammen. Ein Filter, der auf den Durchschnitt ausgelegt ist, steht dann zu und der Ablauf staut sich zurück. Die Auslegung beginnt deshalb bei der erwartbaren Spitze und bei der Frage, wie schnell sich der Filter danach wieder leeren lässt. Beides zusammen ergibt die Baugröße – und damit einen Filter, der auch am ungünstigsten Tag arbeitet.

Häufige Fragen

Die gröbsten Trennschnitte unseres Programms – in aller Regel Lochblech statt Gewebe. Wie grob genau, ergibt sich aus dem Bauteil dahinter: eine Tauchpumpe verträgt anderes als eine Dosierstelle. Nennen Sie uns das Schutzobjekt.

Weil sich Fasern, Textilreste und Fett darin verhaken und sich kaum entfernen lassen. Grobes Lochblech lässt sich abstreifen und ausspülen. Wo zusätzlich feiner getrennt werden muss, kombinieren wir Lochblech als Stützkorb mit einem Feinsieb.

Im Regelfall Edelstahl 1.4571, gebeizt und passiviert – Abwasser ist selten neutral. Bei hohen Chloridgehalten kommt Duplex in Frage. Lackierter Stahl ist möglich, wo die Zusammensetzung bekannt und unkritisch ist; den Beschichtungsaufbau wählen wir dann nach der Korrosionsklasse der Umgebung.

Der Siebkorb wird als Ganzes herausgenommen, ausgeleert und ausgespült. Damit das zügig geht, gehören ein werkzeugloser Verschluss und ein Deckel dazu, der am Filter bleibt. Bei großen Geräten kommt eine Hebe- und Schwenkvorrichtung hinzu.

Dann wird es ein Doppelfilter. Zwei Kammern, eine im Betrieb, eine in Reserve: umschalten, ausräumen, zurückschalten – der Ablauf läuft durchgehend weiter.

Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – mit Auslegungsdaten, Werkstoffen, Maschenweite und Anbauteilen. Erst nach Ihrer Bestätigung geht der Auftrag in die Fertigung.

Die passende Ausstattung

Alle Themen im Überblick: Ausstattung und Optionen

Auslegung

Maschenweite und Filterfeinheit

Details →

Gehäuse

Deckel-Schnellverschluss

Details →

Medienführung

Entleerung und Entlüftung

Details →

Gehäuse

Standfüße und Montagepunkte

Details →

Auslegung

Werkstoffe

Details →

Oberfläche

Oberfläche und Korrosionsschutz

Details →

Abwasserstrang auslegen lassen

Nennen Sie uns Herkunft und Zusammensetzung des Abwassers, den Volumenstrom, die erwartete Spitzenfracht und das zu schützende Bauteil.

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