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Medienführung
Entleeren und entlüften:
bevor der Deckel aufgeht
Ein Filtergehäuse ist beim Öffnen voll. Wohin das Medium läuft, entscheiden zwei kleine Anschlüsse: die Entlüftung oben, die den Unterdruck bricht, und die Entleerung unten, durch die der Inhalt kontrolliert abfließt. Beide gehören bei uns zur Serienausstattung – wie sie ausgeführt sind, hängt vom Medium ab.
Entlüftung
Muffe 1/2″ im Deckel
Entleerung
Muffe 1/2″ im Boden
Größe
unabhängig von der Nennweite
Variante
Flansch statt Muffe
Warum zwei Anschlüsse den Unterschied machen
Ohne Entlüftung entsteht beim Ablassen ein Unterdruck – das Medium läuft nur stockend oder gar nicht ab. Ohne Entleerung muss der Gehäuseinhalt beim Öffnen des Deckels heraus. Bei Wasser ist das ärgerlich; bei heißen, aggressiven, brennbaren oder teuren Medien ist es ein Sicherheits- und Kostenproblem.
Deshalb sind beide Muffen bei uns Serie und nicht Zubehör: 1/2 Zoll im Deckel, 1/2 Zoll im Klöpperboden – bei jeder Nennweite gleich. Was Sie entscheiden, ist die Ausführung: verschlossen mit Stopfen, mit Kugelhahn für schnelles Ablassen oder als Flansch, wenn das Medium zäh ist oder Feststoff mitführt.
- Entlüftung im Deckel und Entleerung im Boden serienmäßig
- Muffengröße unabhängig von der Nennweite
- Kugelhahn für das Ablassen ohne Werkzeug
- Flansch statt Muffe bei zähen Medien und Feststoff
- Anschlusslage nach Ihrer Vorgabe, auch seitlich
- Auch an Sieben und an Filtern fremder Herkunft nachrüstbar
Ausführungen
Die ersten beiden Punkte sind Serienausstattung, die übrigen wählen Sie dazu.
Entlüftungsmuffe im Deckel
Serie · 1/2 Zoll
Bricht beim Ablassen den Unterdruck und lässt beim Befüllen die Luft entweichen. Sitzt im Deckel, weil sich dort die Luft sammelt. Im Auslieferungszustand mit Stopfen verschlossen.
Entleerungsmuffe im Boden
Serie · 1/2 Zoll
Sitzt im Klöpperboden am tiefsten Punkt, damit das Gehäuse restlos leerläuft. Ebenfalls 1/2 Zoll – die Größe richtet sich nicht nach der Nennweite, sondern nach der Aufgabe.
Kugelhahn zum Ablassen
die häufigste Ergänzung
Statt den Stopfen zu lösen, wird ein Hebel umgelegt. Das spart bei jeder Reinigung Zeit und vermeidet, dass beim Aufschrauben unkontrolliert Medium austritt. Er gehört zu den häufigsten Ergänzungen am Filter.
Flansch statt Muffe
bei zähen Medien und Feststoff
Zähflüssige Medien und abgesetzter Schmutz laufen durch eine 1/2-Zoll-Muffe nicht ab. Dann wird ein Flansch eingeschweißt – er wächst mit der Nennweite: bei einem DN200-Filter etwa DN40 für die Entleerung, bei DN400 rund DN50.
T-Filter: am Deckel
Bauform ohne Bodenpunkt
Der T-Filter hat keinen Klöpperboden, in dem sich das Medium sammelt – hier gibt es die Entlüftung im Gehäusedeckel, wahlweise als Muffe oder Flansch. Entleert wird über die Leitung.
Nachrüsten und Sonderlagen
auch an fremden Filtern
Die Anschlusslage bestimmen Sie: bei geradem Boden auch seitlich statt unten. An Sieben, Schmutzfängern und an Filtern fremder Herkunft rüsten wir Entleerung und Entlüftung nach.
Technische Daten
Serienausstattung und Varianten je Bauart. Abweichende Größen und Lagen sind möglich.
| Bauart oder Merkmal | Ausführung | Hinweis |
|---|---|---|
| Serienausstattung | ||
| Entlüftung Siebkorbfilter, Einfach-, Doppelfilter | Muffe 1/2" | im Deckel |
| Entleerung Siebkorbfilter, Einfach-, Doppelfilter | Muffe 1/2" | im Klöpperboden |
| Topfschmutzfänger | Muffe G 1/2" | in Deckel und Boden |
| T-Filter | Muffe oder Flansch | nur Entlüftung im Gehäusedeckel |
| Varianten | ||
| Kugelhahn | an Muffe oder Flansch | Ablassen ohne Werkzeug |
| Entleerungsflansch | DN25 – DN50 | Größe wächst mit der Nennweite |
| Entlüftungsflansch | DN15 – DN25 | bei großen Filtern und Gasen |
| Anschlusslage | unten oder seitlich | seitlich bei geradem Boden |
| Verschlussstopfen | Serie | wenn kein Hahn gesetzt wird |
Der Kugelhahn ist die kleinste Investition mit der größten Wirkung
Eine verschlossene Muffe kostet nichts extra. Bei jeder Reinigung muss aber jemand den Stopfen mit dem Schlüssel lösen, während darunter das Medium ansteht. Mit einem Kugelhahn wird daraus ein Handgriff: Eimer drunter, Hebel um, fertig. Deshalb schlagen wir ihn von uns aus vor, wenn Sie häufig reinigen.
Häufige Fragen
Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – die Zeichnung weist auch die Lage und Größe von Entlüftung und Entleerung aus. Erst wenn Sie sie bestätigt haben, geht der Auftrag in die Fertigung.
Gern. Zeichnungen, Spezifikationen, Stücklisten oder das Datenblatt des Vorgängerfilters sind die beste Grundlage. Unsere Konstrukteure übernehmen Ihre Vorgaben und passen sie an, wo es die Fertigung oder das Regelwerk erfordert – Abweichungen stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Ja, bei Siebkorbfilter, Einfachfilter, Doppelfilter und Topfschmutzfänger gehören beide Muffen zur Serienausstattung. Beim T-Filter gibt es bauformbedingt nur die Entlüftung im Deckel.
Weil sich ihre Größe nach der Aufgabe richtet, nicht nach der Nennweite. Ein halbes Zoll reicht, um ein Gehäuse in vertretbarer Zeit zu entleeren – auch ein großes. Erst wenn das Medium zäh ist oder Feststoff mitführt, wird der Querschnitt zum Engpass; dann kommt ein Flansch statt der Muffe.
Bei viskosen Medien, bei Suspensionen mit hohem Feststoffanteil und immer dann, wenn das Gehäuse schnell leer sein muss. Der Flansch wächst mit der Nennweite – bei einem DN400-Filter liegt er typischerweise bei DN50.
Ja. Bei geradem Boden statt Klöpperboden wird sie seitlich unten angesetzt. Das kommt vor, wenn die Bauhöhe begrenzt ist oder der Filter auf einem Rahmen steht.
Ja, auch an Filtern und Schmutzfängern fremder Herkunft. Das Gehäuse ist ein Druckbehälter – die Arbeit umfasst deshalb Schweißen, Prüfung und Dokumentation.
Weitere Optionen im Filterbau
Alle Themen im Überblick: Ausstattung und Optionen
Ausführung gemeinsam festlegen
Nennen Sie uns Medium, Viskosität und wie oft gereinigt wird – daraus ergibt sich, ob Muffe mit Hahn genügt oder ein Flansch sinnvoll ist.