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Stecksieb · Anfahrsieb
Stecksieb Typ S
Das Stecksieb ist ein flacher Siebring mit innenliegendem Drahtgewebe aus Edelstahl. Es wird als Zwischenflanschsieb zwischen zwei Normflansche geklemmt. Es baut so niedrig, dass die Rohrleitung praktisch nicht länger wird – und lässt sich ebenso schnell wieder herausnehmen.
Das ist der Unterschied zum Hutsieb: weniger Filterfläche, dafür passt das Stecksieb überall hin, auch dicht hinter einem Bogen oder direkt vor einer Armatur.
Funktionsprinzip
Zwischen zwei Flanschen, ohne eigenen Einbauraum
Das Stecksieb wird zwischen zwei Flansche gesetzt. Die Leitung bleibt, wie sie ist: Es entsteht keine zusätzliche Baulänge, und eine eigene Armatur brauchen Sie nicht. Die Flanschschrauben halten den Siebring in seiner Lage.
Das Medium strömt durch den Ring und tritt durch das Drahtgewebe. Partikel bleiben im Gewebe zurück. Die Fahne steht zwischen den Flanschen heraus und zeigt von außen, dass ein Sieb in der Leitung sitzt.
Dichtungen gehören dazu
Auf beiden Seiten des Siebrings sitzt eine Flanschdichtung. Sie gleicht die Dichtfläche aus und dichtet die Verbindung ab. Dichtungen stimmen wir auf Nennweite, Druckstufe und Medium ab. Sie sind separat erhältlich und gehören nicht zum Lieferumfang des Siebs.
Auswahl
Wann Typ S die richtige Wahl ist
Das Stecksieb ist nicht das Sieb mit der größten Fläche – es ist das mit dem geringsten Platzbedarf. Vier Situationen sprechen dafür.
Es ist eng in der Leitung
Zwischen Bogen und Armatur bleiben oft nur Zentimeter. Ein Stecksieb braucht kaum mehr Platz als die Flanschdichtung, die es ersetzt.
Es wird häufig gereinigt
Flansche lösen, Sieb ziehen, ausspülen, zurückstecken. Kein Kegel verhakt sich, und zusätzlicher Freiraum ist nicht nötig.
Das Medium ist überwiegend sauber
Wo nur gelegentlich Partikel zu erwarten sind, genügt die kleinere Fläche. Erwarten Sie viel Schmutz, ist das Hutsieb die bessere Wahl.
Ab DN150 mit Lochblecheinsatz
Bei größeren Nennweiten wird das Gewebe zusätzlich von einem Lochblech gestützt – sonst hielte die freie Fläche dem Differenzdruck nicht stand.
Aufbau
Ring, Gewebe, Fahne
Der Siebring aus Edelstahl 1.4301 übernimmt die Dichtfunktion zwischen den Flanschen. Das Drahtgewebe liegt innen – so drückt die Strömung es gegen den Ring statt von ihm weg.
- Materialstärke 3 mm bis DN150, darüber 5 mm
- ab DN150 zusätzlicher Lochblecheinsatz als Stützkörper
- Standard mit Fahne – der Handgriff steht zwischen den Flanschen heraus
- Einbaulage horizontal oder vertikal, keine Vorzugsrichtung
- Flansche nach DIN EN 1092-1, ANSI B 16.5 auf Anfrage
Die Fahne ist mehr als ein Griff: Sie zeigt von außen, dass ein Sieb eingebaut ist. Ohne sie wird beim nächsten Umbau gern vergessen, dass da noch etwas in der Leitung steckt.
Ausführungen
Was wir individuell anfertigen können
Maschenweite
Standard ist 1,0 mm. Für die Anfahrphase darf es feiner sein, im Dauerbetrieb gröber. Wir fertigen Einsätze von 0,05 bis 10 mm – auch als gebohrtes Lochblech, wenn es nur um grobe Teile geht.
Sonderausführungen
- höhere Druckstufen – bei Flanschbauteilen bis PN160 belegt
- kundenspezifische Baulängen und Werkstoffe
Nut und Feder statt glatter Dichtfläche
Den Siebring fertigen wir passend zur Nut-und-Feder-Form Ihrer Flansche. Die Dichtung bleibt damit in ihrer Lage, auch wenn Temperatur und Druck wechseln.
Anschluss für Milchrohrverschraubung nach DIN 11851
Für Rohrverschraubungen nach DIN 11851 erhält der Ring den passenden Anschluss. Das Sieb fügt sich ohne Adapter in bestehende Leitungen der Lebensmittel- und Getränketechnik.
Laserbeschriftung mit Nennweite, Maschenweite oder Tag-Nummer
Wir beschriften den Siebring dauerhaft per Laser: Nennweite, Maschenweite oder Ihre Anlagenkennzeichnung. Die Angabe bleibt nach der Reinigung lesbar. Das erspart das Nachmessen beim Wiedereinbau.
Verstärkte Ausführung für höheren Differenzdruck
Steigt der Differenzdruck, führen wir Ring und Gewebe stärker aus und stützen das Sieb zusätzlich mit Lochblech. Die Auslegung stimmen wir auf Ihren Betriebspunkt ab.
Maße
Abmessungen DN15 bis DN350
∅ A ist der Außendurchmesser des Siebrings, ∅ B der freie Durchgang. Beide richten sich nach der Druckstufe. Die Bauhöhe H schließt die Fahne ein – ab DN100 fällt sie je nach Druckstufe unterschiedlich aus.
| DN | PN10 ∅A/B | PN16 ∅A/B | PN25 ∅A/B | PN40 ∅A/B | Höhe H | Stärke S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DN15 | 50/15 | 50/15 | 50/15 | 50/15 | 120 | 3 |
| DN20 | 60/20 | 60/20 | 60/20 | 60/20 | 129 | 3 |
| DN25 | 70/25 | 70/25 | 70/25 | 70/25 | 138 | 3 |
| DN32 | 81/32 | 81/32 | 81/32 | 81/32 | 151 | 3 |
| DN40 | 91/40 | 91/40 | 91/40 | 91/40 | 168 | 3 |
| DN50 | 106/50 | 106/50 | 106/50 | 106/50 | 181 | 3 |
| DN65 | 126/65 | 126/65 | 126/65 | 126/65 | 201 | 3 |
| DN80 | 141/80 | 141/80 | 141/80 | 141/80 | 216 | 3 |
| DN100 | 161/100 | 161/100 | 167/100 | 167/100 | 246 · 256 | 3 |
| DN125 | 191/128 | 191/128 | 193/128 | 193/128 | 281 · 293 | 3 |
| DN150 | 217/156 | 217/156 | 223/156 | 223/156 | 312 · 323 | 3 |
| DN200 | 272/202 | 272/202 | 283/202 | 288/202 | 407 · 422 · 433 | 5 |
| DN250 | 327/256 | 328/256 | 339/254 | 351/254 | 462 · 467 · 483 · 501 | 5 |
| DN300 | 377/306 | 383/306 | 399/304 | 416/304 | 512 · 522 · 543 · 566 | 5 |
| DN350 | 437/338 | 443/336 | 456/336 | 473/334 | 572 · 582 · 607 · 628 | 5 |
Alle Maße in Millimetern. Wo mehrere Werte für die Höhe stehen, gelten sie aufsteigend für PN10, PN16, PN25 und PN40. Größere Nennweiten und höhere Druckstufen fertigen wir auf Anfrage.
Dichtfläche
Glatt oder mit Nut und Feder – passend zum Flansch
Das Stecksieb sitzt mit seinem Siebring zwischen zwei Flanschen. Der Ring muss deshalb zur Dichtfläche der Flansche passen. Im Standard ist der Ring glatt. Für Flansche mit Nut oder Feder nach DIN EN 1092-1 fertigen wir ihn in der Gegenform. Trägt der Flansch eine Feder, erhält der Ring an dieser Seite eine Nut – und umgekehrt.
Form AA
Glatt · Standard
Der Siebring ist beidseitig glatt. Er passt zu Flanschen mit glatter Dichtfläche oder Dichtleiste.
Form DD
Nut – Nut
Eine Nut auf beiden Seiten. Der Ring sitzt zwischen zwei Flanschen mit Feder.
Form CD
Nut – Feder
Eine Seite mit Nut, die andere mit Feder. Das ist die Form für die übliche Nut-Feder-Verbindung aus einem Feder- und einem Nutflansch.
Form CC
Feder – Feder
Eine Feder auf beiden Seiten. Der Ring sitzt zwischen zwei Flanschen mit Nut.
Die Zeichnungen zeigen den Querschnitt an der Dichtfläche.
Warum Nut und Feder
- Die Dichtung liegt gekammert und kann nicht herausgedrückt werden.
- Die Scheibe zentriert sich beim Einbau selbst in der Verbindung.
- Die Verbindung bewährt sich bei hohen Drücken, hohen Temperaturen und kritischen Medien.
Für Nut und Feder fertigen wir den Siebring in verstärkter Ausführung. Nut und Feder brauchen Material, das der glatte Ring nicht hat. Die Maße nennen wir Ihnen im Angebot.
Zum Aus- und Einbau müssen die Flansche etwas weiter auseinander, bis Nut und Feder frei sind. Planen Sie diesen Weg in der Rohrleitung ein.
Nennen Sie uns die Dichtflächen Ihrer Flansche, zum Beispiel Form C und Form D nach DIN EN 1092-1. Dann fertigen wir das Stecksieb in der passenden Gegenform.
Anfrage
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Für ein Angebot genügen Nennweite, Druckstufe und Maschenweite. Sonderausführungen wie Nut und Feder oder den Anschluss für eine Milchrohrverschraubung wählen Sie je Position aus. Weitere Größen ergänzen Sie mit „+ weitere Position“.
Im Shop
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Für Standardgrößen ist der Shop der kürzere Weg. Sie wählen Nennweite, Druckstufe und Maschenweite und legen das Sieb direkt in den Warenkorb.
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Montag bis Freitag, 7 bis 16 Uhr
Per E-Mail erreichen Sie uns unter info@industriefabrik.com.
Häufige Fragen
Was vor der Bestellung zu klären ist
Das Stecksieb passt überall hin und ist schnell gewechselt, hat aber nur die Fläche des Rohrquerschnitts. Das Hutsieb bringt ein Vielfaches davon mit, ragt dafür in die Leitung. Faustregel: wenig Platz oder wenig Schmutz → Typ S; viel Schmutz und Platz vorhanden → Typ H.
Nein. Das Gewebe liegt innen am Ring und die Bauform ist symmetrisch – anders als beim Hutsieb gibt es keine Vorzugsrichtung. Einbaulage horizontal wie vertikal.
Ab dieser Nennweite bekommt das Sieb einen Lochblecheinsatz als Stützkörper. Die freie Gewebefläche wäre sonst zu groß, um dem Differenzdruck standzuhalten. Ab DN200 steigt zusätzlich die Materialstärke auf 5 mm.
Ja, bei Flanschen nach DIN EN 1092-1 – der Ring wird zwischen die Dichtflächen geklemmt, die Schrauben bleiben dieselben. Für ANSI-Flansche nach B 16.5 fertigen wir die Ringmaße passend.
Ja. Dafür genügen Außendurchmesser, freier Durchgang, Bauhöhe und die Maschenweite. Ein Foto des Altteils zeigt uns die Ausführung von Rand und Fahne.
Weiterführende Themen
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Für ein Angebot brauchen wir Nennweite, Druckstufe und die gewünschte Maschenweite. Bei Nachbauten genügen die Maße des Altteils. Standardgrößen finden Sie direkt im Katalog.