Topfschmutzfänger
Topfschmutzfänger Typ PSA
Der kompakte Schmutzfänger für kleine Nennweiten – vollständig aus Edelstahl, hängend eingebaut und mit einem Verschluss, der sich ohne Werkzeug öffnen lässt. Neun Nennweiten von DN15 bis DN100 bilden eine durchgängige Reihe.
Anders als die großen Bauarten ist der Typ PSA keine Einzelauslegung, sondern ein Standardgerät. Was sich ändert, ist die Nennweite – der Rest steht fest. Als Hersteller fertigen wir jeden Topfschmutzfänger dieser Reihe im eigenen Haus.
ISO 9001 · TÜV-Schweißbetrieb AD2000-HP0 · DGRL 2014/68/EU
Funktionsprinzip
Ein Sieb unter der Leitung
Das Medium tritt seitlich ein, strömt durch den Siebkorb und verlässt das Gehäuse auf der anderen Seite. Der Korb hängt nach unten – deshalb sammelt sich der Schmutz dort, wo er beim Öffnen von selbst herauskommt.
Diese Einbaulage ist der Standard und der Grund für den Namen. Stehend ist ebenfalls möglich, wenn die Leitung es verlangt; dann gehört ein Entleerungsanschluss dazu.
- Standardeinbaulage hängend, stehend auf Wunsch
- Entlüftungsmuffe im Deckel, Entleerungsmuffe im Gehäuseboden
- Baulänge nach EN 558-1, Reihe 1
- Auslegung nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU
Einbaulage
Stehend oder hängend – wo der Korb gewechselt wird
Den Typ PSA gibt es in zwei Ausführungen, die sich in einem Punkt unterscheiden: auf welcher Seite der Klemmverschluss sitzt. Danach richtet sich, wohin der Siebkorb entnommen wird – und wo Sie beim Einbau Freiraum lassen müssen.
Hängend
Der Standard
Der Verschluss sitzt unten, Ein- und Austritt liegen darüber. Das Medium wird nach unten in den Korb geführt, strömt von innen nach außen und verlässt das Gehäuse wieder oben.
Zum Reinigen wird der Verschluss unten geöffnet und der Korb nach unten herausgenommen. Der Freiraum muss also unter dem Filter sein – über der Leitung wird nichts gebraucht. Das macht diese Ausführung dort attraktiv, wo dicht über der Leitung schon etwas anderes liegt.
Stehend
Wenn unten kein Platz ist
Hier sitzt der Verschluss oben und die Anschlüsse darunter. Das Medium wird nach oben in den Korb geführt; der Strömungsweg durch das Sieb bleibt derselbe.
Geöffnet wird von oben, der Korb kommt nach oben heraus. Gebraucht wird der Freiraum über dem Filter – dafür bleibt darunter alles frei. Diese Ausführung ist die Wahl, wenn der Filter dicht über dem Boden oder über einer Wanne sitzt.
Was Sie uns sagen sollten
Die Einbaulage gehört in die Anfrage
Beides ist bei der Bestellung festzulegen, denn es betrifft nicht nur den Verschluss. Auch Entlüftung und Entleerung sitzen je nach Ausführung an anderer Stelle. Die Anschlüsse müssen zur Strömungsrichtung passen.
- hängend im Standard – Korb nach unten, Freiraum unten
- stehend auf Wunsch – Korb nach oben, Freiraum oben
- Entlüftung und Entleerung folgen der Ausführung
- beide Lagen in allen Nennweiten von DN15 bis DN100
Nennen Sie uns die Einbausituation – am besten mit einer Skizze oder einem Foto der Stelle. Wenn wenig Platz ist, entscheidet oft erst dieser Blick, welche Ausführung überhaupt in Frage kommt.
Schnellverschluss
Reinigen ohne Werkzeugkasten
Das Gehäuse wird nicht verschraubt, sondern von einer Aseptik-Klemmverbindung nach DIN 32676 zusammengehalten – einer Profilschelle, die sich mit einer Flügelmutter von Hand öffnen lässt. Kein Schlüsselsatz, kein Schraubenkranz, kein Suchen nach dem richtigen Werkzeug.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, entscheidet in der Praxis aber darüber, wie oft tatsächlich gereinigt wird. Wo der Siebwechsel eine Minute dauert, wird er gemacht; wo er eine Viertelstunde dauert, wird er verschoben.
- Profilschelle mit Flügelmutter statt Schraubenkranz
- Siebkorb von Hand entnehmbar
- Gehäuse und Deckel bleiben verbunden
- kompakte Bauweise, geringes Gewicht
Baureihe
Neun Nennweiten, ein Aufbau
Von DN15 bis DN100 ist die Reihe durchgängig gleich aufgebaut: dasselbe Verschlussprinzip, derselbe Werkstoff, dieselbe Druckstufe. Das macht die Auswahl einfach und die Ersatzteilhaltung überschaubar – ein Siebkorb passt zu genau einer Nennweite und zu jedem Gerät dieser Größe.
DN15 bis DN40
Die kleinen Größen für Nebenleitungen, Probenahmestellen und Dosierstrecken. Ab DN15 mit ½-Zoll-Anschluss, Baulängen ab 130 mm – der Filter braucht kaum mehr Platz als ein Formstück.
DN50 und DN65
Die meistgefragten Größen. Baulängen 230 und 290 mm nach Norm, damit passt das Gerät ohne Anpassung der Leitung an die Stelle eines vorhandenen Bauteils.
DN80 und DN100
Das obere Ende der Reihe. Hier stößt die kompakte Bauform an ihre Grenze – darüber wird der Siebkorbfilter mit Deckelverschluss die sinnvollere Lösung.
Filtereinsatz
Stützkorb mit Feinsieb, Standard 0,5 mm
Im Standard arbeitet der Typ PSA mit einem Stützkorb aus 1.4301 mit Quadratlochung Qg 10-12. Das Feinsieb aus 1.4401 hat 0,5 mm Maschenweite. Das ist feiner als bei den großen Bauarten, denn dieser Filter sitzt meist als letzte Stufe vor einem empfindlichen Bauteil.
Nach oben und unten ist die Reihe offen: von 0,05 mm bis zum groben Lochblech mit 10 mm. Welche Feinheit richtig ist, ergibt sich aus dem Bauteil dahinter, nicht aus dem Medium – nachzulesen unter Maschenweite für den Topfschmutzfänger auslegen →.
Anschluss und Ausstattung
Was sich an der Reihe ändern lässt
Der Aufbau steht fest – Anschluss, Dichtung und Anbauteile richten sich nach der Einbaustelle.
- Flansch nach DIN EN 1092-1 Form B – der Standard, in Edelstahl 1.4571 wie das Gehäuse
- Schweißenden nach DIN EN 12627 oder in ANSI, wo keine lösbare Verbindung gewünscht ist
- Gewinde nach BSPT und BSPP, in den kleinen Nennweiten oft die praktischere Lösung
- ANSI-Ausführung mit Flansch CL150 nach ASME B16.5 oder NPT-Muffe nach ASME B16.11
- Klemmverbindung nach DIN 11851 als Anschluss, wo vorhandene Leitungen das verlangen
Dazu die Ausstattung, die auch die großen Bauarten kennen:
- Überwachung am Topfschmutzfänger → – Thermometer, Druckmessumformer, Manometer
- Dichtungen → – EPDM im Standard, Viton für höhere Temperaturen und aggressive Medien
- Entleerung und Entlüftung → – Muffen in Deckel und Boden, auf Wunsch mit Kugelhahn
- Kundenspezifische Anschlüsse → – auch abweichende Baulängen
Variante
Zwei Töpfe, umschaltbar
Wo auch in kleinen Nennweiten nicht abgeschaltet werden darf, lassen sich zwei Geräte zu einer umschaltbaren Einheit zusammenfassen. Gefiltert wird durch einen Topf, während der andere gereinigt wird – dasselbe Prinzip wie beim großen Doppelfilter, nur im Format dieser Reihe.
Dazu gehört eine Differenzdruckanzeige: Sie zeigt, wann umgeschaltet werden muss. Ohne sie bleibt der Wechselzeitpunkt Schätzung.
Auslegungsparameter
Technische Daten
Werte der Standardausführung. Abweichende Baulängen, Maschenweiten und Dichtungen fertigen wir auf Anfrage.
Die Temperaturgrenze bestimmt die Dichtung, nicht das Gehäuse. EPDM deckt den üblichen Bereich ab. Viton geht darüber hinaus und ist zugleich die Wahl bei Reinigungsmitteln und aggressiven Medien. Nennen Sie uns Medium und Betriebstemperatur, dann legen wir die Dichtung danach aus.
Abmessungen
Baumaße, Filterfläche und Gewicht
Maße der Standardausführung: L ist die Baulänge nach EN 558-1 Reihe 1, H die Bauhöhe, ∅D1 der Gehäusedurchmesser und ∅D3 das Anschlussrohr. Das Gewicht gilt für das leere Gerät. Eine bemaßte Zeichnung zu Ihrer Nennweite legen wir der Auslegung bei.
| Nennweite | Zoll | L [mm] | H [mm] | ∅D1 [mm] | ∅D3 [mm] | Filterfläche [mm²] | Volumen [l] | Gewicht [kg] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DN15 | ½“ | 130 | 234 | 60,3 | 21,3 | 10.530 | 0,5 | 3,0 |
| DN20 | ¾“ | 150 | 249 | 76,1 | 26,9 | 13.480 | 0,9 | 4,0 |
| DN25 | 1″ | 160 | 301 | 88,9 | 33,7 | 25.290 | 1,5 | 5,5 |
| DN32 | 1¼“ | 180 | 311 | 88,9 | 42,4 | 25.290 | 1,6 | 7,0 |
| DN40 | 1½“ | 200 | 376 | 114,3 | 48,3 | 37.040 | 2,8 | 8,5 |
| DN50 | 2″ | 230 | 401 | 139,7 | 60,3 | 42.090 | 4,7 | 11,5 |
| DN65 | 2½“ | 290 | 433 | 168,3 | 76,1 | 55.140 | 7,5 | 18,0 |
| DN80 | 3″ | 310 | 547 | 219,1 | 88,9 | 85.760 | 16,5 | 23,0 |
| DN100 | 4″ | 350 | 592 | 219,1 | 114,3 | 96.630 | 19,0 | 28,0 |
Weil die Baulängen der Norm folgen, lässt sich der Typ PSA an die Stelle eines vorhandenen Bauteils gleicher Nennweite setzen, ohne die Leitung anzupassen. Beachten Sie die Bauhöhe: Der Topf hängt nach unten und braucht dort Freiraum, damit der Korb herauskommt.
Anwendungen
Wo der Topfschmutzfänger sitzt
Überall dort, wo in kleiner Nennweite gefiltert wird und häufig gereinigt werden muss. Typische Einbaustellen sind der Schmutzfänger in der Heizung, die Wasserleitung sowie Pumpen, Ventile und Messstellen. Oft ist er die letzte Stufe vor einem empfindlichen Bauteil.
- Heiz- und Kühlwasser → – Schutz von Pumpen, Ventilen und Wärmeübertragern in der Gebäudetechnik
- Wasser und Prozesswasser → – in Ringleitungen und an Entnahmestellen
- Chemie, Säuren und Laugen → – Edelstahl im Standard, Dichtung nach Medium
Ein häufiger Fall ist der Einsatz als Vorfilter. Der Topfschmutzfänger fängt ab, was eine größere Anlage dahinter sonst zusetzt. Er baut klein und ist schnell gereinigt.
Fertigung und Nachweise
Standardreihe aus eigener Fertigung
Auch die Standardreihe entsteht bei uns: Zuschnitt, Schweißen, Beizen und Passivieren, Prüfung. Das ist der Grund, warum eine abweichende Baulänge, ein anderer Anschluss oder eine Sondermaschenweite möglich bleiben, ohne dass daraus ein Sonderbau wird.
Zeugnisse und Dokumentation stellen wir passend zum Regelwerk zusammen – Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach EN 10204, TÜV-Abnahme, Druckprüfprotokoll und Konformitätserklärung nach DGRL. Siehe Zeugnisse und Dokumentation zum Filter →.
- Auslegung nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU
- TÜV-anerkannter Schweißbetrieb nach AD2000-HP0
- Edelstahl gebeizt und passiviert
- Druckprüfung und Dokumentation im Haus
Anfrage
Topfschmutzfänger Typ PSA anfragen
Der Typ PSA ist ein Standardgerät in Edelstahl 1.4571. Für ein Angebot genügt die Nennweite. Anschluss, Einbaulage und Dichtung wählen Sie je Position aus. Nennen Sie uns Medium und Betriebstemperatur, dann legen wir die Dichtung danach aus. Weitere Geräte ergänzen Sie mit „+ weitere Position“.
Direkt
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+49 (0) 34 956 / 399 60
Montag bis Freitag, 7 bis 16 Uhr
Per E-Mail erreichen Sie uns unter info@industriefabrik.com.
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Häufige Fragen zum Topfschmutzfänger
Ja, das ist einer seiner häufigsten Einsatzorte. Er sitzt vor Pumpen, Ventilen und Wärmeübertragern und hält zurück, was im Kreislauf unterwegs ist – Rost, Zunder, Dichtungsreste. Die Edelstahlausführung und der werkzeuglose Siebwechsel sind dort im Vorteil, weil regelmäßig gereinigt wird.
Die Größe und der Verschluss. Der Typ PSA deckt DN15 bis DN100 ab, wird von Hand geöffnet und ist ein Standardgerät. Der Siebkorbfilter Typ SKF beginnt bei DN50, reicht bis DN1000 und wird für jeden Fall ausgelegt. Oberhalb DN100 ist er die sinnvollere Wahl.
Hängend ist der Standard, weil sich der Schmutz dann im Topf sammelt und beim Öffnen herausfällt. Stehend ist möglich, wenn die Leitung es verlangt – dann sollte ein Entleerungsanschluss dazu, sonst läuft beim Öffnen Medium zurück in die Leitung.
0,5 mm. Die Reihe reicht von 0,05 mm bis zum groben Lochblech mit 10 mm. Weil dieser Filter oft die letzte Stufe vor einem empfindlichen Bauteil ist, wird er häufiger fein ausgeführt als die großen Bauarten. Auch ein Filterbeutel lässt sich einsetzen, wenn es feiner werden muss.
Der Typ PSB mit Profilschellen-Verschluss wird nicht mehr neu gebaut. Ersatzsiebe und Ersatzkörbe dafür liefern wir weiterhin – nennen Sie uns die Nennweite und die Maschenweite, dann fertigen wir nach.
Ja. Am schnellsten geht es mit den Maßen des Altteils: Außendurchmesser, Höhe, Ausführung des Randes und die Maschenweite. Ein Foto hilft zusätzlich.
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Alle Grundformen im Vergleich: Industriefilter →
Ersatzkörbe und Siebe für Topfschmutzfänger fertigen wir nach Maß oder Muster. Ersatz liefern wir auch für die Auslaufbaureihe Typ PSB. Zum Ersatzteil →
Ihren Topfschmutzfänger auswählen
Nennen Sie uns Nennweite, Medium, Betriebstemperatur und die gewünschte Maschenweite. Weil die Reihe standardisiert ist, geht es hier schneller als bei einer Auslegung – meist genügt die Nennweite und die Frage, was zurückgehalten werden soll.