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Anwendungen
Gasfilter
und Stickstofffilter
Gase führen wenig Schmutz – aber was sie führen, ist fein und kommt schnell an. Deshalb stehen beim Gasfilter für die Industrie die feinsten Gewebe, die dichtesten Verschlüsse und oft die höchsten Temperaturen.
Feinheit
die feinsten Trennschnitte
Ausgeführt
bis +300 °C bei 10 bar
Verschluss
dicht statt schnell
Auch
FDA-konforme Dichtung
Warum Gase eine eigene Auslegung brauchen
In einer Gasleitung ist die Schmutzfracht gering – Rost aus der Leitung, Abrieb aus Verdichtern, Rückstände aus der Montage. Weil aber das Gas selbst kaum Masse hat, wirken schon kleinste Partikel als Geschoss: Sie treffen mit Strömungsgeschwindigkeit auf Dichtflächen, Sitze und Messgeräte.
Deshalb sind die Trennschnitte hier feiner als bei Flüssigkeiten – und der Druckverlust ist trotzdem meist unkritisch, weil die Dichte des Mediums niedrig ist. Was dagegen kritisch wird, ist die Dichtheit nach außen: Ein Leck fällt bei Gas nicht durch eine Pfütze auf.
Die dritte Größe ist die Temperatur. Prozessgase kommen oft heiß an – unsere höchste Auslegung in dieser Reihe liegt bei +300 °C und 10 bar. Damit verschieben sich Dichtung, Werkstoff und Verschluss weg vom Standard.
- Feine Trennschnitte, weil Partikel schnell ankommen
- Druckverlust meist unkritisch – die Dichte ist gering
- Dichtheit nach außen ist die eigentliche Anforderung
- Temperatur oft deutlich über dem Standard
- Bei Inertisierung: FDA-konforme Dichtungen möglich
- Entleerung entfällt, wo kein Kondensat anfällt
Was hier geschützt wird
Gasfilter sitzen vor Bauteilen mit engen Sitzen und vor Messtechnik, die auf Partikel empfindlich reagiert.
In Prozess- und Versorgungsleitungen
- Verdichter und Gebläse
- Regelventile und Druckminderer
- Brenner und Gasfeuerungen
- Mengenmessung und Analysestellen
- Nachgeschaltete Feinfilter und Trockner
Bei Inertisierung und Schutzgas
- Stickstoffversorgung von Tanks und Behältern
- Spül- und Inertisierungsleitungen
- Abfüllanlagen mit Schutzgas
- Trockenluft- und Druckluftnetze
- Prozessgase in der Wärmebehandlung
Bauformen für Gase
Nennweite, Temperatur und die Frage nach Kondensat bestimmen die Wahl.
Siebkorbfilter
auch bei hoher Temperatur
Rahmen der Ausführung: DN100 in PN16, Edelstahl 1.4571, Maschenweite 250 µm – ausgelegt bis +300 °C bei 10 bar. Das ist die höchste Temperatur, für die wir einen Siebkorbfilter dieser Reihe ausgelegt haben; Dichtung und Verschluss sind darauf abgestimmt.
T-Filter
Inertisierung und Schutzgas
Für Stickstoff- und Schutzgasleitungen: DN150 in PN10, Edelstahl gebeizt und passiviert, Lochblech 10 mm, Dichtung AFM 34 mit FDA-Konformität, ausgelegt bis +80 °C und 2 bar. Ohne Entleerung, weil kein Kondensat anfällt.
Feine Gewebe
wo Partikel schaden
Quadratmaschengewebe bietet die größte offene Fläche bei feinem Trennschnitt und ist deshalb bei Gasen die übliche Wahl. Auf Lochblech gestützt bleibt der Einsatz auch bei Druckstößen formstabil.
Dichter Verschluss
statt schnellem Verschluss
Bei Gas zählt die Dichtheit nach außen mehr als das schnelle Öffnen. Ein verschraubter Deckelflansch mit passender Dichtung ist hier häufig die richtige Wahl – der Schnellverschluss kommt dort in Frage, wo oft gereinigt wird.
Technische Daten
Rahmen und Beispiele aus unserer Fertigung für Gase und Inertisierung.
| Merkmal oder Beispiel | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
Siebkorbfilter Gase | ||
| Nennweite | DN100 | größer nach Auslegung |
| Druckstufe | PN16 | höher auf Anfrage |
| Werkstoff | 1.4571 | Edelstahl |
| Maschenweite | 250 µm | nach Schutzobjekt |
| Auslegung | bis +300 °C · 10 bar | höchste Temperatur dieser Reihe |
T-Filter Inertisierung | ||
| Nennweite | DN150 | PN10 |
| Werkstoff | Edelstahl | gebeizt und passiviert |
| Siebeinsatz | Lochblech 10 mm | grobe Rückhaltung |
| Dichtung | AFM 34 | mit FDA-Konformität |
| Auslegung | bis +80 °C · 2 bar | ohne Entleerung |
Was bei Gasen dazugehört | ||
| Dichtheit | vor Schnelligkeit | Verschluss und Dichtung abgestimmt |
| Gewebe | Quadratmasche auf Lochblech | große offene Fläche, formstabil |
| Differenzdruck | empfohlen | die Zusetzung ist nicht sichtbar |
| Entleerung | nur wo Kondensat anfällt | sonst entbehrlich |
Bei Gas fällt ein Leck nicht durch eine Pfütze auf
Bei Flüssigkeiten zeigt sich eine undichte Verbindung von selbst. Bei Gas bleibt sie unbemerkt, bis jemand misst oder riecht. Deshalb verschiebt sich die Konstruktion. Der Deckelverschluss wird nach Dichtheit gewählt, nicht nach Bedienkomfort. Die Dichtung wird auf Medium und Temperatur abgestimmt statt auf den Standardfall, und bei brennbaren oder gefährlichen Gasen kommen Nachweise dazu.
Sagen Sie uns mit der Anfrage, um welches Gas es geht und ob besondere Anforderungen an Dichtheit oder Explosionsschutz bestehen.
Häufige Fragen
Feiner als bei vergleichbaren Flüssigkeitsanwendungen, weil Partikel im Gasstrom mit hoher Geschwindigkeit ankommen und auf Sitze und Dichtflächen treffen. Der Druckverlust bleibt dabei meist unkritisch, weil die Dichte des Mediums gering ist.
Die höchste Auslegung dieser Reihe liegt bei +300 °C und 10 bar. Höhere Temperaturen sind eine Frage von Werkstoff, Dichtung und Verschluss – nennen Sie uns Ihre Betriebstemperatur, dann rechnen wir es.
Nur, wenn Kondensat anfällt. In trockenen Gasleitungen und bei Inertisierung führen wir den Filter auch ohne Entleerung aus. Wo Feuchtigkeit im Spiel ist, gehört sie an den tiefsten Punkt.
Für Schutzgasanwendungen in diesen Bereichen führen wir Dichtungen mit FDA-Konformität aus – etwa AFM 34 – und das Gehäuse in gebeiztem und passiviertem Edelstahl. Nennen Sie uns die Anforderungen Ihres Audits, dann stimmen wir Werkstoffe und Nachweise darauf ab.
Bei Gas ist der verschraubte Deckelflansch oft die richtige Wahl, weil Dichtheit wichtiger ist als schnelles Öffnen. Wo häufig gereinigt wird, prüfen wir den Schnellverschluss mit – die Dichtung muss dann entsprechend gewählt werden.
Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – mit Auslegungsdaten, Werkstoffen, Maschenweite und Anbauteilen. Erst nach Ihrer Bestätigung geht der Auftrag in die Fertigung.
Gasleitung auslegen lassen
Nennen Sie uns Gas, Druck, Temperatur und das Bauteil, das geschützt werden soll – dazu besondere Anforderungen an Dichtheit oder Nachweise.