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Anwendungen
Kühlwasserfilter
und Heizwasserfilter
Geschlossene Kreise altern von innen: Korrosionsprodukte, Schlamm und in Heiz- und Fernwärmenetzen Magnetit. Was davon in den Plattenwärmeübertrager gelangt, kostet Leistung – und irgendwann das Bauteil. Wir legen Kühlwasserfilter und Heizwasserfilter dafür aus.
Fernwärme
DN250 – DN450
Temperatur
bis +150 °C ausgelegt
Gegen Magnetit
Magnetstäbe im Korb
Anschluss
Flansch oder Schweißende
Warum der Wärmeübertrager der eigentliche Anlass ist
Plattenwärmeübertrager sind die empfindlichsten Bauteile im Kreis. Die Spalte zwischen den Platten sind eng, und was sich dort festsetzt, geht ohne Zerlegen nicht wieder heraus. Dazu kommt ein schleichender Verlauf: Die Leistung verschlechtert sich langsam, und der Schaden fällt oft erst auf, wenn die Vorlauftemperatur nicht mehr erreicht wird.
In Heizungs- und Fernwärmekreisen kommt ein zweites Problem dazu, das kein Sieb löst: Magnetit. Der schwarze Schlamm aus Korrosion ist so fein, dass er auch das feinste Gewebe passiert. Dagegen hilft nur Magnetismus – Magnetstäbe im Siebkorb halten die ferritischen Partikel fest und lassen sich beim Reinigen abstreifen.
Der dritte Punkt ist der zulässige Druckverlust. Heiz- und Kühlkreise sind auf geringe Widerstände ausgelegt; ein knapp bemessener Filter frisst Pumpenleistung. Auch hier gilt: lieber ein größeres Gehäuse als ein feineres Sieb.
- Plattenwärmeübertrager brauchen den engsten Trennschnitt
- Magnetit hält kein Gewebe – nur Magnetstäbe
- Geringer Druckverlust ist im Kreis eine Auslegungsgröße
- Fernwärme: Temperatur und Druck über dem Standard
- Schweißenden statt Flansch bei großen Nennweiten
- Differenzdruckanzeige zeigt, wann gereinigt wird
Was hier geschützt wird
In Kühl- und Heizkreisen sind es fast immer dieselben Bauteile – und sie unterscheiden sich stark in dem, was sie vertragen.
Im Kühlkreis
- Plattenwärmeübertrager und Kondensatoren
- Umwälzpumpen auf der Saugseite
- Regelventile und Mischer
- Kühlmittelverteilung an Werkzeugmaschinen
- Düsen in Rückkühl- und Sprühsystemen
Im Heiz- und Fernwärmenetz
- Übergabestationen und Hausanschlüsse
- Wärmeübertrager im Primär- und Sekundärkreis
- Kondensatableiter und Regelarmaturen
- Wärmemengenzähler und Messstrecken
- Rückläufe mit Magnetit und Schlamm
Bauformen für Kühl- und Heizwasser
Nennweite und Temperatur führen hier zu ganz unterschiedlichen Geräten.
Einfachfilter
der Kühlkreis-Standard
Kompakt und wirtschaftlich für den geschlossenen Kreis. Rahmen der Ausführung: DN50 bis DN150 in PN16, Edelstahl 1.4571 gebeizt und passiviert, Maschenweite 0,3 bis 0,5 mm, ausgelegt bis +70 °C und 5 bar. Entlüftungsmuffe ½″ im Deckel, Entleerungsmuffe ½″ im Klöpperboden.
Fernwärmefilter
große Nennweite, hoher Druck
Für Übergabestationen und Netzabschnitte: DN250 bis DN400 in PN16 oder PN25, Stahl P235GH grundiert und lackiert in RAL 5010, Maschenweite 0,25 bis 0,5 mm, mit Standfüßen. Ausgelegt bis +110 °C und 16 bis 22,4 bar, Entlüftung ¾″, Entleerung 1½″.
T-Filter für Heißwasser
mit Schweißenden oder Flansch
Wo geschweißt oder geflanscht wird: DN300 bis DN450 in PN25 oder PN40, Stahl in RAL 5010, Schweißenden von 323,9 × 7,1 bis 457 × 10 mm, Lochblech aus 1.4301 mit Feinsieb 1.000 µm, Deckel mit Griff und Scharnier. Ausgelegt bis +150 °C und 16 bis 25 bar.
Mit Magnetstäben
gegen den schwarzen Schlamm
Ein Siebkorbfilter mit Magnetstäben im Korb hält ferritischen Feinstaub zurück, den kein Gewebe fasst. Die Stäbe werden beim Reinigen herausgezogen und abgestreift – kein Verschleißteil, kein Filterwechsel.
Doppelfilter
wenn der Kreis nicht stehen darf
In Dauerbetrieben und dort, wo keine Bypassleitung existiert: umschalten, reinigen, zurückschalten. Der Ringbalg aus EPDM in der Umschalteinheit ist bis 110 °C einsetzbar und damit auch für Heizwasser geeignet.
Technische Daten
Rahmen und Beispiele aus unserer Fertigung für Kühl- und Heizwasserkreise.
| Merkmal oder Beispiel | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
Kühlwasser, Einfachfilter | ||
| Nennweite | DN50 – DN150 | geschlossener Kreis |
| Werkstoff | 1.4571 | gebeizt und passiviert |
| Maschenweite | 0,3 – 0,5 mm | nach Schutzobjekt |
| Auslegung | bis +70 °C · 5 bar | typischer Kühlkreis |
| Siebeinsatz | Stützkorb 1.4301 · Feinsieb 1.4401 | Standardkombination |
Fernwärme und Heizwasser | ||
| Nennweite | DN250 – DN400 | Übergabe und Netz |
| Druckstufe | PN16 · PN25 | nach Netzdruck |
| Werkstoff | P235GH, RAL 5010 | grundiert und lackiert |
| Maschenweite | 0,25 – 0,5 mm | Schutz der Übertrager |
| Auslegung | bis +110 °C · 16 – 22,4 bar | mit Standfüßen |
| Anschlüsse | Entlüftung ¾″ · Entleerung 1½″ | am höchsten und tiefsten Punkt |
T-Filter Heißwasser | ||
| Nennweite | DN300 – DN450 | PN25 · PN40 |
| Anschluss | Schweißenden | 323,9 × 7,1 bis 457 × 10 mm |
| Siebeinsatz | Lochblech 1.4301 mit Feinsieb | 1.000 µm |
| Auslegung | bis +150 °C · 16 – 25 bar | Deckel mit Griff und Scharnier |
| Entleerung | im Deckelflansch | Muffe 1″ |
Gegen Magnetit | ||
| Magnetstäbe | im Siebkorb | halten ferritischen Feinstaub |
| Reinigung | abstreifen | kein Verschleißteil |
| Zusätzlich | Differenzdruckanzeige | zeigt die Gewebeseite |
Gegen Magnetit hilft das feinste Sieb nicht
Der schwarze Schlamm in Heizungs- und Fernwärmekreisen ist Magnetit, ein Eisenoxid aus der Korrosion im Netz. Seine Partikel sind kleiner als jede Maschenweite, die sich ohne unvertretbaren Druckverlust fahren lässt. Sie gehen durch das feinste Gewebe hindurch und setzen sich dort ab, wo die Strömung ruhig wird: im Wärmeübertrager, in der Pumpe, im Ventilsitz.
Zurückhalten lässt sich Magnetit nur magnetisch. Magnetstäbe im Siebkorb übernehmen das, während das Gewebe weiter den groben Schmutz hält – zwei Wirkprinzipien in einem Gehäuse.
Häufige Fragen
Weil Magnetit als Feinstaub vorliegt, weit unterhalb jeder wirtschaftlich fahrbaren Maschenweite. Ein feineres Gewebe erhöht nur den Druckverlust, ohne den Schlamm zu halten. Magnetstäbe fangen ihn dagegen unabhängig von der Partikelgröße.
Sie richtet sich nach dem engsten Spalt zwischen den Platten – den kennt der Hersteller des Übertragers. Nennen Sie uns diesen Wert, dann leiten wir die Feinheit daraus ab. Ohne Angabe wählen wir konservativ und stimmen es mit Ihnen ab.
Bei großen Nennweiten in Fernwärmenetzen wird häufig geschweißt – das spart Dichtstellen und Bauhöhe. Wir fertigen Schweißenden nach Ihren Rohrmaßen, ausgeführt von 323,9 × 7,1 bis 457 × 10 mm. Für Wartungsstellen bleibt der Flansch die praktischere Wahl.
In aller Regel ja – gegen Wärmeverlust und als Berührungsschutz. Am Filter empfehlen sich abnehmbare Isolierkissen, weil der Deckel zum Siebwechsel frei werden muss.
Das steuert der Differenzdruck, nicht der Kalender. Eine Anzeige über dem Sieb macht aus der Vermutung eine Messung; mit Schaltkontakt meldet sie den Grenzwert an die Leittechnik. Bei unseren Siebkorbfiltern liegt der zulässige Differenzdruck bei maximal 2 bar, im Betrieb empfehlen wir höchstens 0,5 bar.
Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – mit Auslegungsdaten, Werkstoffen, Maschenweite und Anbauteilen. Erst nach Ihrer Bestätigung geht der Auftrag in die Fertigung.
Kreislauf sauber halten
Nennen Sie uns Netztemperatur, Druck, Nennweite und das Bauteil, das geschützt werden soll – dazu, ob Magnetit ein Thema ist. Sie erhalten eine Auslegung mit Bauform und Ausstattung.