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Allgemeine Optionen
Werkstoffe für
Filter und Siebe
Die Werkstoffe entscheiden, wie lange ein Filter im Medium hält. Wir fertigen Gehäuse aus Stahl und Edelstahl, Siebeinsätze durchgehend aus Edelstahl – und bei aggressiven Medien aus Duplex, Monel oder Hastelloy. Gehäuse und Einsatz lassen sich dabei unabhängig voneinander wählen.
Gehäuse Stahl
P235GH · P250GH
Gehäuse Edelstahl
1.4571
Siebeinsatz
1.4301 · 1.4401 · 1.4404
Sonderwerkstoffe
Duplex · Monel · Hastelloy
Warum der Werkstoff über die Lebensdauer entscheidet
Ein Filter steht dauerhaft im Medium. Was die Rohrleitung aushält, hält der Filter nicht zwangsläufig aus: Im Gehäuse steht das Medium still, im Siebeinsatz strömt es durch enge Öffnungen. Beides begünstigt Korrosion an Stellen, an denen sie in der geraden Leitung nicht auftritt.
Deshalb wählen wir Gehäuse und Einsatz getrennt. Ein Stahlgehäuse mit Edelstahlsieb ist der Regelfall – das Gehäuse trägt den Druck, das Sieb steht im Durchfluss. Bei Chloriden, Säuren oder Seewasser reicht das nicht; dort kommen Duplex oder Nickelbasis-Werkstoffe zum Einsatz.
Welcher Werkstoff passt, klären wir vor dem Angebot – anhand von Medium, Konzentration, Temperatur und Betriebsdruck. Auf Wunsch mit Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN 10204.
- Gehäuse und Siebeinsatz getrennt wählbar
- Werkstoff nach Medium, nicht nach Rohrleitung
- Sonderwerkstoffe für Chloride, Säuren und Seewasser
- Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN 10204 auf Wunsch
Die Grundentscheidung: Stahl oder Edelstahl
Sie betrifft das Gehäuse. Der Siebeinsatz ist unabhängig davon immer aus Edelstahl.
Stahl
P235GH (1.0345) · P250GH (1.0460)
Der Standard für Gehäuse und Flansche bei neutralen Medien wie Kühlwasser, Heizungswasser oder Mineralöl. Grundiert und lackiert, serienmäßig in RAL 5010 blau. Tragfähig bis in die höchste Druckstufe und wirtschaftlich in der Fertigung.
Edelstahl
1.4571 · 1.4404
Sobald Feuchtigkeit mit Sauerstoff, Chloride, Säuren oder Reinigungsmittel ins Spiel kommen. Gebeizt und passiviert, dadurch mit geschlossener Passivschicht. 1.4571 ist titanstabilisiert und unempfindlich gegen interkristalline Korrosion nach dem Schweißen.
Werkstoffe im Überblick
Die Werkstoffnummer ist entscheidender als der Handelsname. Deshalb geben wir sie durchgängig an – im Angebot, auf dem Typenschild und im Prüfzeugnis.
| Werkstoff | Kennung | Anwendung |
|---|---|---|
| Gehäuse und Flansche aus Stahl | ||
| Stahl P235GH | 1.0345 | Gehäuse bei neutralen Medien, grundiert und lackiert in RAL 5010 |
| Stahl P250GH | 1.0460 | Flansche und Gehäuse, gleiche Anwendung wie P235GH |
| Gehäuse und Flansche aus Edelstahl | ||
| Edelstahl 1.4571 | X6CrNiMoTi17-12-2 | Der Standard. Titanstabilisiert, gebeizt und passiviert |
| Edelstahl 1.4404 | X2CrNiMo17-12-2 | Topfschmutzfänger-Gehäuse. Sehr niedriger Kohlenstoffgehalt, gut umformbar und polierbar |
| Siebeinsatz | ||
| Edelstahl 1.4401 | X5CrNiMo17-12-2 | Feinsieb und Drahtgewebe |
| Edelstahl 1.4301 | X5CrNi18-10 | Stützkorb, Siebring und Siebplatte |
| Sonderwerkstoffe | ||
| Duplex | ferritisch-austenitisch | Seewasser und chloridhaltige Medien. Höhere Festigkeit, deutlich beständiger gegen Spannungsrisskorrosion |
| Monel | Nickel-Kupfer | Flusssäure, Seewasser bei erhöhter Temperatur, reduzierende Bedingungen |
| Hastelloy | Nickel-Molybdän-Chrom | Heiße Salzsäure, Schwefelsäure, stark oxidierende wie reduzierende Medien |
| Guss für Y-Schmutzfänger | ||
| Stahlguss und Grauguss | Sphäroguss · Rotguss | Gehäuse von Y-Schmutzfängern, je nach Druckstufe und Medium |
Weitere Werkstoffe auf Anfrage. Die Auswahl treffen wir gemeinsam anhand von Medium, Konzentration, Temperatur und Betriebsdruck.
Werkstoffe je Bauteil
Standardausführung. Abweichungen sind bei jedem Bauteil einzeln möglich.
Wann Sonderwerkstoffe nötig werden
Chloride sind der häufigste Grund. Sie greifen austenitischen Edelstahl an, sobald Temperatur und Konzentration zusammenkommen – typisch bei Seewasser, Kühlkreisläufen mit Zusatz und in der Chemie. Duplex verträgt hier deutlich mehr. Bei Flusssäure, heißer Salzsäure oder stark reduzierenden Bedingungen führt der Weg zu Nickelbasis-Werkstoffen. Nennen Sie uns Medium, Konzentration und Temperatur – wir schlagen den Werkstoff vor und begründen ihn.
Häufige Fragen
Bei neutralen Medien wie Kühlwasser, Heizungswasser oder Mineralöl reicht ein Stahlgehäuse, grundiert und lackiert. Sobald Feuchtigkeit mit Sauerstoff, Chloride, Säuren oder Reinigungsmittel dazukommen, ist Edelstahl die richtige Wahl. Der Siebeinsatz ist ohnehin immer aus Edelstahl.
Beide sind molybdänlegierte Edelstähle mit ähnlicher Beständigkeit. 1.4571 ist mit Titan stabilisiert und damit unempfindlicher gegen interkristalline Korrosion nach dem Schweißen. 1.4404 hat einen sehr niedrigen Kohlenstoffgehalt und erreicht das auf anderem Weg – er lässt sich besser umformen und polieren.
Ja, das ist sogar der Regelfall. Ein Stahlgehäuse mit Stützkorb aus 1.4301 und Feinsieb aus 1.4401 ist die häufigste Kombination. Das Gehäuse trägt den Druck, der Einsatz steht im Durchfluss – die Anforderungen sind verschieden.
Ja. Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN 10204, auf Wunsch zweisprachig. Die Auslegung erfolgt nach AD 2000, die Herstellung nach der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU.
Austenitischer Edelstahl stößt bei Chloriden an seine Grenze. Für Seewasser und chloridhaltige Kreisläufe setzen wir Duplex ein, bei höherer Belastung Nickelbasis-Werkstoffe. Die Auswahl hängt von Temperatur, Chloridgehalt und Strömung ab.
Weitere Optionen im Filterbau
Alle Themen im Überblick: Ausstattung und Optionen
Werkstoff gemeinsam festlegen
Nennen Sie uns Medium, Konzentration, Temperatur und Betriebsdruck – wir schlagen den Werkstoff für Gehäuse und Siebeinsatz vor.