Oberfläche

Oberfläche und
Korrosionsschutz

Ein Stahlgehäuse verlässt unser Werk grundiert und lackiert, ein Edelstahlgehäuse gebeizt und passiviert. Was darüber hinausgeht – Farbton, Schichtdicke, Korrosionsklasse – richtet sich danach, wo der Filter steht: in der Halle, im Freien oder in salzhaltiger Luft.

Doppelfilter Typ DF als Umschaltfilter, in RAL 5010 blau lackiert als Oberflächen- und Korrosionsschutz

Standard Stahl

RAL 5010 blau

Standard Edelstahl

gebeizt und passiviert

Schichtdicken

120 bis 320 µm

Korrosionsklassen

bis C5-M

Warum die Farbe die kleinere Entscheidung ist

Fast jede Anfrage nennt einen RAL-Ton. Kaum eine nennt, wie lange der Schutz halten soll und in welcher Umgebung. Genau davon hängt der Aufbau ab. Ein blauer Filter mit 120 µm Gesamtschichtdicke und ein blauer Filter mit 300 µm sehen gleich aus. Im Freien an der Küste hält der eine ein paar Jahre, der andere die geplante Standzeit.

Die Norm DIN EN ISO 12944 ordnet Umgebungen in Korrosivitätsklassen ein: C4 für Industrieatmosphäre, C5-I für hohe Belastung im Innenbereich, C5-M für Küsten- und Meeresluft. Aus der Klasse und der gewünschten Schutzdauer ergeben sich Oberflächenvorbereitung, Grundierung und Deckschicht. Der Farbton kommt danach und ist frei wählbar.

  • Stahl grundiert und lackiert, Edelstahl gebeizt und passiviert
  • Farbton nach RAL frei wählbar
  • Strahlen Sa 2,5 nach DIN EN ISO 12944-4 als Vorbereitung
  • Aufbauten von 120 bis 320 µm ausgeführt
  • Korrosionsklassen C4, C5-I und C5-M
  • Schichtdicke wird gemessen und protokolliert

Ausführungen

Welche Behandlung in Frage kommt, entscheidet zuerst der Gehäusewerkstoff.

Filtergehäuse grundiert und in RAL 5010 blau lackiert als Standard für Oberfläche und Korrosionsschutz

Stahlgehäuse: grundiert und lackiert

Standard RAL 5010 blau

Das Stahlgehäuse wird grundiert und lackiert – im Standard in RAL 5010 blau. Ebenso gängig ist RAL 7035 Lichtgrau. Weitere Töne nach Industriestandard RAL sind möglich.

Filtergehäuse DN300 aus Edelstahl, gebeizt und passiviert statt lackiert, als Korrosionsschutz

Edelstahlgehäuse: gebeizt und passiviert

ohne Beschichtung

Edelstahl wird nicht lackiert, sondern gebeizt und passiviert. Das Beizen entfernt Anlauffarben und Zunder von den Schweißnähten, das Passivieren baut die schützende Chromoxidschicht wieder auf. Bei Topfschmutzfängern und allen Edelstahlausführungen ist das die Standardbehandlung.

Industriefilter aus Stahl mit Sonderlackierung in Gelb nach Kundenwunsch und Unternehmensvorgabe

Farben im CI des Kunden

mit unserer externen Lackiererei umsetzbar

Sonderfarbtöne nach Ihrem Corporate Design setzen wir über unsere externe Lackiererei um. Nennen Sie uns den Farbton, wir klären die Machbarkeit vor der Bestellung.

Einfachfilter Typ EF mit grün lackierter Oberfläche als Korrosionsschutz, Anschlüsse ANSI 150 RF und PN6

Aufbau nach Korrosionsklasse

vom Strahlen bis zur Deckschicht

Vorbereitung durch Strahlen Sa 2,5 nach DIN EN ISO 12944-4, darauf eine Grundierung und eine Deckbeschichtung. Gängige Aufbauten reichen von 120 µm (40 µm Grund plus 80 µm Deck) über 200 und 240 µm bis 300 µm für C5-I und 320 µm für C5-M. Die Schichtdicke wird gemessen und im Protokoll ausgewiesen.

Industriefilter mit Hitzeschutz-Speziallackierung für heiß betriebene Gehäuse

Spezial Hitzeschutzlackierung

für heiß betriebene Gehäuse

Wo normale Lacke an der Temperatur scheitern, kommt eine Hitzeschutzlackierung auf das Gehäuse. Sie wird über unsere Lackiererei umgesetzt und auf Ihre Betriebstemperatur abgestimmt – nennen Sie uns dazu die Dauertemperatur und, falls bekannt, die Spitzentemperatur. Bei beheizten Filtern lässt sie sich mit einer Isolierung kombinieren.

Industriefilter DN250 in RAL 5010 blau lackiert, mit Rahmengestell, Absperrklappen und weiteren Anbauarmaturen, Differenzdruckanzeige und Schwenkarm am Deckel

Anbauteile in derselben Farbe

Gestell, Füße, Halterungen

Was am Filter dranhängt, wird mitbehandelt: Standfüße, Tragbratzen, Armaturenhalter und der Rahmen. Ein Gestell lässt sich dabei auch staplerbefahrbar auslegen und im Farbton des Gehäuses lackieren. So bleibt die Baugruppe optisch und im Korrosionsschutz eine Einheit.

Technische Daten

Farbton und Aufbau werden je Auftrag festgelegt. Die folgenden Angaben zeigen den Standard und gängige Aufbauten.

Merkmal oder AufbauWertHinweis
Standard je Werkstoff
Gehäuse Stahlgrundiert und lackiertRAL 5010 blau
Gehäuse Edelstahlgebeizt und passiviertkeine Beschichtung
Topfschmutzfänger PSA · PSBgebeizt und passiviertauch tiefgezogen
Farbtonnach Industriestandard RALabweichende Töne auf Anfrage
Beschichtungsaufbauten
VorbereitungStrahlen Sa 2,5nach DIN EN ISO 12944-4
120 µm40 µm Grund + 80 µm DeckRAL 5010
200 µm140 µm Grund + 60 µm DeckRAL 7035
240 µmzwei 2K-SchichtenRAL 7035, Sonderlack
300 µm2K-Epoxy + 2K-AcrylKorrosionsklasse C5-I
300 µmGrund + DeckKorrosionsklasse C4, mit Messprotokoll
320 µmGrund + DeckC5-M lang, Außenaufstellung
Über Partnerbetriebe
Beizen und Passivierenim Tauchbadauch für Rohrleitungen und Rahmen
Pulverbeschichtungauf Anfragestatt Nasslack
Elektropolierenauf AnfrageRa ≤ 0,38 µm nach ASME BPE SF4

Nennen Sie die Umgebung, nicht nur den Farbton

Beim Korrosionsschutz kostet die falsche Annahme später am meisten. Ein Standardaufbau in der Halle hält Jahrzehnte; im Freien an der Küste kann derselbe Aufbau in wenigen Jahren durch sein. Für die Auslegung brauchen wir drei Angaben: den Standort des Filters (Halle, Freianlage, Küstennähe), die Belastung dort (Chemie, Kondensat, Reinigungsmittel) und die geforderte Schutzdauer. Daraus ergibt sich die Korrosivitätsklasse nach DIN EN ISO 12944 und damit der Aufbau. Den Farbton können Sie unabhängig davon wählen.

Häufige Fragen

Ja. Vor Produktionsbeginn erhalten Sie den Konstruktionsentwurf zur Freigabe – darin stehen auch Farbton, Beschichtungsaufbau und geforderte Schichtdicke. Erst wenn Sie die Zeichnung bestätigt haben, geht der Auftrag in die Fertigung.

Gern. Beschichtungsspezifikationen, Anstrichvorschriften Ihres Werks oder die Angaben zum Vorgängerfilter sind die beste Grundlage. Unsere Konstrukteure übernehmen Ihre Vorgaben und passen sie an, wo es die Fertigung oder das Regelwerk erfordert – Abweichungen stimmen wir vorher mit Ihnen ab.

Im Standard RAL 5010 blau, häufig auch RAL 7035 Lichtgrau. Darüber hinaus setzen wir jeden Ton nach Industriestandard RAL um, der im gewählten Beschichtungssystem verfügbar ist – nennen Sie uns einfach die Nummer.

Beim Schweißen von Edelstahl entstehen Anlauffarben und eine zunderartige Schicht, die die Korrosionsbeständigkeit örtlich aufhebt. Das Beizen entfernt sie chemisch, das Passivieren lässt die schützende Chromoxidschicht neu aufwachsen. Ohne diesen Schritt rostet ein Edelstahlgehäuse ausgerechnet an den Nähten.

C4 deckt Industrieatmosphäre mit mäßiger Salz- und Chemiebelastung ab, C5-I hohe Belastung im Innenbereich, C5-M Küsten- und Meeresluft. Die Einordnung nach DIN EN ISO 12944 nehmen wir anhand Ihrer Angaben zum Aufstellort vor – zusammen mit der gewünschten Schutzdauer ergibt sie den Aufbau.

Ja, sie wird gemessen und auf Wunsch im Messprotokoll ausgewiesen – das ist bei beschichteten Baugruppen üblich. Sagen Sie uns bei der Anfrage, ob Sie das Protokoll zur Dokumentation brauchen.

Ja – eine Spezial-Hitzeschutzlackierung setzen wir über unsere Lackiererei um. Den Temperaturbereich legen wir nach Ihrer Betriebstemperatur fest, deshalb bitte mit dieser Angabe anfragen. Bei dauerhaft heiß betriebenen und beheizten Filtern übernimmt zusätzlich die Isolierung den Schutz der heißen Fläche; Näheres steht auf der Seite zur Isolierung.

Ja. Strahlentrostung und ein vollständiger Neuaufbau mit Grundierung und Deckbeschichtung sind an Stahlbauteilen möglich, einschließlich Messprotokoll. Voraussetzung ist, dass das Gehäuse selbst noch die geforderte Wandstärke hat – das prüfen wir vorher.

Weitere Optionen im Filterbau

Alle Themen im Überblick: Ausstattung und Optionen

Auslegung und Werkstoff

Werkstoffe

Details →

Temperaturführung

Isolierung und Wärmedämmung

Details →

Dokumentation

Zeugnisse und Dokumentation

Details →

Oberfläche festlegen

Nennen Sie uns Aufstellort, Belastung und gewünschte Schutzdauer – dazu den Farbton, wenn Sie einen haben. Daraus legen wir den Aufbau fest.

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